Über diesen Artikel
Datum:
20.08.2010
Autor:
Redaktion
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/82-prozent-der-schueler-sind-in-internetcommunities-angemeldet-aber-nur-28-prozent-haben-in-der-sch.html
Title:
82 Prozent der Schüler sind in Internetcommunities angemeldet, aber nur 28 Prozent haben in der Schule etwa über Gefahren gehört
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift

82 Prozent der Schüler sind in Internetcommunities angemeldet, aber nur 28 Prozent haben in der Schule etwa über Gefahren gehört

glaubwuerdigkeit der medien
© mpfs

31 Prozent der 12 bis 19-Jährigen finden das Gerede über die Gefahren des Internets „total übertrieben“. Kein Wunder, schließlich haben nur 28 Prozent in der Schule etwas vernünftiges über die Gefahren gehört, nur so ist es zu erklären, dass 23 Prozent meinen, man können Fotos von anderen Personen ins Internet stellen, ohne diese zu fragen. Dies sind die überraschenden Ergebnisse der neuen JIM- Studienreihe „JIMplusNahaufnahmen“, bei der 102 Personen zwischen 12 und 19 Jahren in telefonischen Interviews (CATI) mit einer Vielzahl offener Fragen interviewt wurden.

Zwischen der technikaffinen Naivität vieler Jugendlicher und der fremdelnden Aufgeregtheit vieler Eltern könnte die Schule die Rolle eines vernünftigen Aufklärers machen. Natürlich geht es nicht „Chancen und Risiken“ des Internets, so wie es nicht um Chancen und Risiken des Essens geht, im Jahr 2010 sind Internet und Essen Selbstverständlichkeiten. Das zeigen auch die Zahlen der Studie: 23 Prozent der Jugendlichen sind bei einer Community wie SchülerVZ angemeldet, ganze 59 Prozent sind Mitglied in mehreren Communities. Laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach von 2009 halten gar nur noch 36 Prozent der 14- bis 19-Jährigen das persönliche Gespräch für die angenehmste Form der Kommunikation, hingegen chatten 67 Prozent lieber. Es geht also um den vernünftigen Umgang mit den digitalen Medien und der Vermeidung allzu schrankenlosen Datenaustauschs. Hier muss offenbar noch viel geleistet werden, vor allem in der Schule.

Seit 1998 führt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest gemeinsam mit der SWR-Medienforschung die JIM-Studie (Jugend, Information, Multi-Media) als Langzeituntersuchung durch. Diese repräsentative Basisstudie zum Medienumgang der 12-bis 19-Jährigen in Deutschland wird im Jahresturnus erhoben. Allerdings können im Rahmen einer breit über alle Medien angelegten Befragung nicht alle Themenbereiche auch in der wünschenswerten Tiefe untersucht werden. Aus forschungs-ökonomischen Gründen ist es daneben auch nicht möglich, Hintergründe, Motive und individuelle Einstellungen zu erfassen. Um diese Lücke zu schließen, haben die Herausgeber ergänzend zur JIM-Studie die Studienreihe „JIMplusNahaufnahmen“ initiiert. Als eher qualitativ angelegte Untersuchung kann diese zwischen den Haupterhebungen der JIM-Studie aktuelle Strömungen aufgreifen und ergänzend zur quantitativen Repräsentativstudie Hintergründe und Motive des Medienumgangs Jugendlicher darstellen.

Über diesen Artikel
Datum:
20.08.2010
Autor:
Redaktion
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/82-prozent-der-schueler-sind-in-internetcommunities-angemeldet-aber-nur-28-prozent-haben-in-der-sch.html
Title:
82 Prozent der Schüler sind in Internetcommunities angemeldet, aber nur 28 Prozent haben in der Schule etwa über Gefahren gehört
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift
Diesen Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Anzeige