Über diesen Artikel
Datum:
06.12.2011
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/60-jahre-kinderschutzgesetz-ein-gesetz-im-wandel-der-zeit.html
Title:
60 Jahre Kinderschutzgesetz – Ein Gesetz im Wandel der Zeit
Kategorie:
Jugendmedienschutz
Ein Gesetz im Wandel der Zeit

60 Jahre Kinderschutzgesetz –
Ein Gesetz im Wandel der Zeit

Ein Gesetz im Wandel der Zeit

Das Jugendschutzgesetz wird 60. Was 1951 als Gesetz gegen den Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen begann, wurde immer mehr zum Schutz vor jugendgefährdenden und entwicklungsbeeinträchtigenden Medieninhalten. Dabei ging es zuerst um Altersbeschränkungen für Kinofilme, später um Sendezeitregelungen für das Fernsehen und heute um Jugendschutz auf Computern und im Internet.

Dabei gab es immer wieder Debatten darum, wie Kinder und Jugendliche wirksam geschützt werden können. Ein Problem stellt die Altersklassifizierung dar, denn nicht immer entspricht die geistige und körperliche Entwicklung eines Kindes dem exakten Lebensalter, die Entwicklungen verlaufen sehr unterschiedlich. Auch die Fragen der Zuständigkeiten für den Jugendschutz sind sehr unterschiedlich geregelt. So sind zwar grundsätzlich die Erziehungsberechtigten zuständig, allerdings kann auch der Kneipenwirt belangt werden, wenn er Kindern Alkohol ausschenkt.

Beim Thema Genussdrogen ist klar, dass es zwar eine Verantwortung der Verkäufer gibt, aber deshalb nicht mit Kneipenwirten darüber verhandelt wird, ab welchem Alter Bier, Wein oder Wodka getrunken werden dürfen. Bei den Telemedien ist das anders, hier verhandelt der Staat im Rahmen eines Systems der Freiwilligen Selbstkontrolle mit den Anbietern von Pornografie über Möglichkeiten der Altersverifikation ihres Angebots. Dass seit mittlerweile einem Jahrzehnt dabei nicht viel rauskommt, ist wenig verwunderlich. Welches Interesse sollten Anbieter von Pornografie auch daran haben, dass ihre Websites nur schwer zugänglich sind?

Der ursprüngliche Paragraf zum Verbot jugendgefährdender Schriften, regelt heute das Verbot jugendgefährdender Medien. Während früher Bücher mit jugendgefährdenden Inhalten „auf den Index gesetzt“ wurden und damit nicht mehr zugänglich waren, führt eine Indizierung von Internetseiten nur dazu, dass sie nur dann nicht mehr zugänglich sind, wenn Eltern auf ihrem Computer einen Jugendschutzfilter installiert haben. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist in Deutschland jedoch die Werbung für den Kauf solcher Jugendschutzfilter nicht besonders ausgeprägt, nur 14 Prozent der Eltern haben bisher einen Filter installiert.

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06.12.2011
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Sascha Steuer
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Jugendmedienschutz
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