Über diesen Artikel
Datum:
30.06.2012
Autor:
Thorsten Greb
Aktionen:
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/olmun-geht-mit-einer-grossen-vollversammlung-zu-ende.html
Title:
OLMUN geht mit einer großen Vollversammlung zu Ende
Kategorie:
Gastbeitrag / Interview
V.l.n.r. Sebastian Katzer (Stellv. Präsident der Vollversammlung), Phillip Kuck (Präsident der Vollversammlung), Andreas Klett (Geschäftsführer TIME for kids Foundation), Catharina Jantos (Generalsekretärin), Dr. Bernd Althusmann (Kultusminister Niedersachsen), Finn-Ole Metscher (Stellv. Generalsekretär)     

OLMUN geht mit einer großen Vollversammlung zu Ende

V.l.n.r. Sebastian Katzer (Stellv. Präsident der Vollversammlung), Phillip Kuck (Präsident der Vollversammlung), Andreas Klett (Geschäftsführer TIME for kids Foundation), Catharina Jantos (Generalsekretärin), Dr. Bernd Althusmann (Kultusminister Niedersachsen), Finn-Ole Metscher (Stellv. Generalsekretär)
V.l.n.r. Sebastian Katzer (Stellv. Präsident der Vollversammlung), Phillip Kuck (Präsident der Vollversammlung), Andreas Klett (Geschäftsführer TIME for kids Foundation), Catharina Jantos (Generalsekretärin), Dr. Bernd Althusmann (Kultusminister Niedersachsen), Finn-Ole Metscher (Stellv. Generalsekretär)     

Während das Weltgeschehen derzeit an den Vereinten Nationen vorbeizuziehen scheint, bewegten die rund 700 jungen Delegierten der UNO-Simulation OLMUN im niedersächsischen Oldenburg die internationale Politik tatsächlich. Gestern ging Deutschlands größte Simulation der Vereinten Nationen zu Ende. Der Vizepräsident der Generalversammlung, Sebastian Katzer, zieht ein positives Fazit. Mit ihrem Anspruch, „Politik so zu simulieren, wie sie sein sollte, und nicht so wie sie ist“, hätten die Teilnehmer in den vergangenen vier Tagen viel erreicht.

Katzer war bereits fünfmal bei der OLMUN dabei, dreimal als Delegierter, einmal als Chairman und dieses Jahr als Vizepräsident. Diese OLMUN war für ihn aber eine besondere Herausforderung, denn er musste mit seinem Organisationsteam den reibungslosen Ablauf der Konferenz sicherstellen. 14 Stunden nur habe er seit Sonntag geschlafen, jede Nacht im Schnitt drei Stunden. Und auch während des Interviews war Katzer schon wieder halb auf Achse: nebenher einige Fragen der Delegierten für die abschließende Vollversammlung beantworten, alles in sicherem Englisch.

Als besondere Herausforderung bei der Organisation der OLMUN stellte sich die Akquise von Gastfamilien heraus. Gemeinsam mit dem Chief of Housing schafften es die Organisatoren aber sämtliche aus dem Ausland angereisten Gastschüler bei Gastfamilien unterzubringen. Aktiviert wurden alle Kanäle: Medien, persönliche Kontakte und vor allem Familien von früheren OLMUN-Teilnehmern. Für die aufnehmenden Familien sei die OLMUN eine „einmalige Möglichkeit sich gastfreundlich gegenüber anderen Kulturen zu zeigen“, so Katzer.

Aber die Anstrengungen hätten sich gelohnt. Als besonderen Höhepunkt der diesjährigen OLMUN lobte Katzer den Auftritt von Felix Finkbeiner, der mit seinen 14 Jahren schon zu den weltweit einflussreichsten Umweltschützern gehört und im vergangenen Jahr eine Rede vor der UN-Vollversammlung in New York hielt. Auf der OLMUN 2012 sprach der 14-jährige vor den 700 OLMUN-Delegierten aus aller Welt und sorgte für Standing Ovation. Weiter hob Katzer die Fotoaktion zur Eröffnungsveranstaltung hervor, als die 700 Delegierten den Schriftzug OLMUN formten und sich dabei aus der Luft fotografieren ließen.

Für die Delegierten, die in ihrem richtigen Leben überwiegend Schüler sind, würde die OLMUN viel bringen. Neben einer Stärkung des Selbstbewusstseins – vor 700 meist fremden Menschen zu sprechen, erfordere eine Menge „Mumm“  - lernten die Schüler vor allem rhetorisches Geschick, spontan auf andere Menschen zuzugehen und eine Menge soziale Kompetenz. Schließlich sei OLMUN ein interkulturelles Projekt, bei dem Kontaktfreudigkeit und Aufgeschlossenheit sehr wichtig sind.

Besonders erfreut zeigte sich Katzer über die tatkräftige Unterstützung durch Sponsoren und Partner. In einem Kraftakt hätten Unterstützer vor Ort und aus dem ganzen Bundesgebiet ihren Beitrag geleistet und die Finanzierung sichergestellt. Die technische Unterstützung leistete die TIME for kids Foundation, die das gesamte technische Equipment für die Konferenz bereitstellte. Neben der Netzwerk- und Internetverkabelung, der Versorgung mit Rechnerhardware sowie mit Kommunikations- und Anzeigegeräten, waren auch zwei IT-Techniker aus Berlin angereist, um die digitale Infrastruktur aufzubauen und zu warten. „Das war eine riesen Erleichterung und ohne die ganze vernetzte Hardware hätten wir auf dem Trockenen gesessen“, meinte Katzer spürbar erleichtert.

Auf die Frage, was die OLMUN ihm persönlich und den Teilnehmern für Ihren weiteren Lebens- und Berufsweg bewirken würde, antwortete Katzer: Neben einem guten Englischtraining, würden die Teilnehmer vor allem lernen, im richtigen Augenblick kompromissbereit zu sein, anderen Menschen zuzuhören und sich kritisch-konstruktiv mit den Argumenten anderer auseinander zu setzen und zielstrebig zu sein.

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30.06.2012
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Thorsten Greb
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OLMUN geht mit einer großen Vollversammlung zu Ende
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Gastbeitrag / Interview
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