Über diesen Artikel
Datum:
14.05.2012
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/oesterreichische-bildungsministerin-schmied-lehrkraefte-sind-schluessel-zu-qualitaet.html
Title:
Österreichische Bildungsministerin Schmied: Lehrkräfte sind Schlüssel zu Qualität
Kategorie:
Gastbeitrag / Interview, Netzpolitik
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich, Dr. Claudia Schmied

Österreichische Bildungsministerin Schmied: Lehrkräfte sind Schlüssel zu Qualität

Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich, Dr. Claudia Schmied

Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich, Dr. Claudia Schmied

Heute startet im österreichischen Hall bei Innsbruck zum zwölften Mal die Bildungsmesse für Lehrer BildungOnline zusammen mit der Initiative JUNIOR eDay für Schüler statt. DIGITAL LERNEN nahm dies zum Anlass um mit der österreichischen Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied über den Stand des digitalen Lernens an österreichischen Schulen zu sprechen.

DIGITAL LERNEN: Welche Ziele verfolgen Sie mit der „Digitalen Agenda für Bildung, Kunst und Kultur efit21“?

Dr. Claudia Schmied: efit21 ist die Gesamtstrategie des Bildungsministeriums für den Einsatz von IKT, Internet und digitale Medien im Unterricht, in der Verwaltung und auch im Kunst- und Kulturbereich. Das BMUKK verfolgt sechs Wirkungsziele. So soll etwa durch den Einsatz von IKT die Qualität des Unterrichts gesteigert werden, Schülerinnen und Schüler sollen die erforderlichen digitalen Kompetenzen und e-Skills vermittelt bekommen, mit IKT soll eine moderne und effiziente Bildungsverwaltung erreicht, Kunst und Kultur gefördert sowie das reiche Kulturerbe Österreichs einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Welche konkreten Schritte sollen in den Jahren 2012 und 2013 gegangen werden, um das digitale Lernen an österreichischen Schulen zu verbessern?

Mit Shared Services wie Lernplattformen, Content- und Gegenstandsportalen oder der Ausstattung der Schulen mit Standardsoftwareprodukten schaffen wir den Rahmen für das digitale Lernen. Diese Angebote werden weiterentwickelt und sollen ein kompetenzorientiertes individuelles Lehren und Lernen unterstützen. E-Learning soll noch breiter eingesetzt werden und ist auch ein Schwerpunkt an den Neuen Mittelschulen. Die rund 400 e-Learning-Clusterschulen unterstützen gemäß dem Buddy-Prinzip andere Schulen und sind ein gelungenes Beispiel für eine moderne Schulentwicklung und aktiven Knowhow-Transfer. Bildungsstandards für digitale Kompetenzen in der 8. Schulstufe sind definiert und werden zur Zeit erprobt. Außerdem arbeiten wir pädagogische Modelle aus, wie digitale Bildungsmedien im Unterricht stärker eingesetzt werden können.

Wie werden Lehrkräfte und deren Anforderungen in den Prozess der Ausstattung der Schulen mit IT-Lösungen einbezogen?

Lehrkräfte sind in die verschiedenen e-Learning-Initiativen oder auch in Pilotprojekte zur Erprobung des pädagogischen Potentials der neuesten Technologien eingebunden. Das Feedback der Lehrkräfte ist uns sehr wichtig und gibt uns Rückmeldung, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Die technische Ausstattung liegt im Rahmen der Schulautonomie in der Hand der einzelnen Schule. Sie kann je nach Erfordernissen Schwerpunkte setzen. Bei den Pflichtschulen sind die Gemeinden als Schulerhalter für die Ausstattung zuständig.

Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Fortbildung der Lehrkräfte in diesem Zusammenhang?

Gut ausgebildete Lehrkräfte sind ein wichtiger Schlüsselfaktor für die Qualität des Bildungswesens. Digitale Kompetenzen und eine kritisch reflektierte Mediennutzung sollen in der Aus- und Weiterbildung der Lehrenden verankert werden. Wir setzen hier mit dem internationalen Zertifikat „EPICT“ oder der „Virtuellen Pädagogischen Hochschule“ wichtige Maßnahmen, damit die Lehrkräfte fit gemacht werden, um IKT und das Internet im Unterricht einsetzen zu können.

Welchen Beitrag leisten Veranstaltungen wie der JUNIOR eDAY und die BildungOnline-Messe dazu?

Diese beiden Veranstaltungen informieren über aktuelle Entwicklungen und zeigen Möglichkeiten auf, wie Internet und IKT in der Klasse aber auch in der Schulverwaltung sinnvoll und effektiv eingesetzt werden kann. Die Lehrkräfte erhalten Anregungen, wie pädagogische Konzepte mit neuen technologischen Entwicklungen kombiniert werden können und die Lernfreude und Bildungsmotivation unterstützt wird.

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14.05.2012
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Sascha Steuer
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Österreichische Bildungsministerin Schmied: Lehrkräfte sind Schlüssel zu Qualität
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