Über diesen Artikel
Datum:
30.11.2011
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/jugendliche-sehen-im-internet-zunehmend-ein-mittel-zur-kommunikation-mit-freunden.html
Title:
Jugendliche sehen im Internet zunehmend ein Mittel zur Kommunikation mit Freunden
Kategorie:
Studien, Medienforschung
JIM-Studie 2011, Angaben in Prozent

Jugendliche sehen im Internet zunehmend ein Mittel zur Kommunikation mit Freunden

JIM-Studie 2011, Angaben in Prozent

JIM-Studie 2011, Angaben in Prozent

Bei der Online-Kommunikation sind Soziale Netzwerke die wichtigste Kommunikationsform aller Jugendlichen quer durch alle Altersgruppen. Bereits 60 Prozent der 12- bis 13-Jährigen sind mehrmals in der Woche bei Facebook und StudiVZ online, bei den 18- bis 19-Jährigen sind es 84 Prozent. Weit abgeschlagen folgen Kommunikationsmittel wie E-Mails, Instant-Messaging und Chats. Dies sind Ergebnisse der JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest in deren Rahmen 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren im Frühsommer 2011 telefonisch befragt wurden.

57 Prozent der Jugendlichen loggen sich täglich in ihr Soziales Netzwerk ein, zwei Drittel davon schauen mehrmals täglich nach neuen Informationen ihrer Freunde. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat es einen enorme Bedeutungsverlust deutscher Sozialer Netzwerke gegeben, während vor einem Jahr noch 53 Prozent der Jugendlichen Schüler VZ nutzten, sind es jetzt nur noch 29 Prozent. Die gegenläufige Entwicklung hat sich bei der Facebook-Nutzung vollzogen, hier hat sich die Zahl der Nutzer von 37 auf 72 Prozent fast verdoppelt. Damit verlagert sich die Nutzung immer mehr zu einem Sozialen Netzwerk das nicht den Auflagen des deutschen Datenschutzes unterliegt.

Doch wissen die Jugendlichen auch, worauf sie achten müssen wenn sie nicht zum gläsernen Nutzer werden wollen? Immerhin geben 79 Prozent der Nutzer von Sozialen Netzwerken an, sich durch Privatsphäre-Einstellungen zu schützen und ihre Daten weitgehend nur Freunden zugänglich zu machen. Dennoch ist rund der Hälfte auch bewusst, dass ihre Daten an Dritte weitergegeben werden. Umso älter die Jugendlichen werden, desto klarer wird ihnen, dass die Privatsphäre- Einstellungen nur bedingt schützen. Daraus ziehen sie aber offenbar nicht die Konsequenz, das Profil zu löschen.

Die Datenverwertung wird also billigend in Kauf genommen. Das ist verwunderlich, da bei Facebook ein Datenschutzskandal den nächsten jagt: Automatische Gesichtserkennung, lebenslange Speicherung von Daten, Datenübermittlung in die USA, Datenweitergabe an Werbekunden, Ausspähen von E-Mail-Konten, geheime AGB-Änderungen. Datenschützer warnen daher zunehmend davor, zahllose persönliche Daten und Fotos online zu stellen, sondern stattdessen sparsam mit den Daten umzugehen.

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30.11.2011
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Sascha Steuer
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Jugendliche sehen im Internet zunehmend ein Mittel zur Kommunikation mit Freunden
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