Über diesen Artikel
Datum:
13.03.2013
Quelle:
Christina Stümper
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/fernerkundung-in-schulen-fis-ein-praxisbericht-aus-der-schule.html
Title:
Fernerkundung in Schulen – Teil 2: ein Praxisbericht aus der Schule
Kategorie:
Gastbeitrag / Interview

Fernerkundung in Schulen – Teil 2: ein Praxisbericht aus der Schule

Die Erde aus dem All
Die Erde aus dem All     
© Eumetsat, Bearbeitung: Dr. Roland Goetzke

Im zweiten Teil der Artikelserie "Fernerkundung in Schulen" berichtet Christina Stümper über den Praxiseinsatz in Schulen. Sie ist Lehrerin am Gymnasium Siegburg Alleestraße und unterrichtet dort bilingual die Fächer Französisch und Erdkunde. Für DIGITAL LERNEN hat sie einen Erfahrungsbericht verfasst, der den Umgang mit digitalen Medien im Fachunterricht veranschaulicht und den Sinn ihrer Einführung verdeutlicht.

Seit dem Start im September 2006 verfolge ich das Projekt „Fernerkundung in Schulen“  aktiv mit und habe in dieser Zeit verschiedene Lernmodule an drei unterschiedlichen Gymnasien im Bonner Raum getestet sowie als studentische Hilfskraft in der Arbeitsgruppe „FIS“ mitgewirkt.

Meine praktischen Erfahrungen mit den digitalen Lernmodulen innerhalb der letzten Jahre gestalteten sich nicht immer ohne Hindernisse. Vor einigen Jahren waren nicht alle Schulen medientechnisch gut ausgerüstet, so dass bei der Unterrichtsplanung im Vorfeld viel organisiert werden musste, um den jeweiligen Computerraum der Schule für die Unterrichtsreihe zu reservieren, damit genügend PC-Plätze für die Schüler und ein Beamer vorhanden waren. Diese Situation hat sich jedoch im Laufe der Jahre stark verbessert und ich kann nun als Vollzeitlehrerin am Gymnasium Siegburg Alleestraße auf meinen eigenen Lehrerraum mit genügend PC-Arbeitsplätzen, Beamer und Activ-Board ohne großen Organisationsaufwand zurückgreifen. Vor diesem Hintergrund ist anzumerken, dass sich im Bereich der „Aufrüstung“ mit den digitalen Medien innerhalb der Schullandschaft vieles grundlegend zum Positiven geändert hat. Allerdings wird die Wartung der digitalen Medien durch schulinterne und/oder schulexterne Experten und der Verschleiß durch den ständigen Gebrauch verschiedener Personen nach meinem Dafürhalten in den kommenden Jahren zu einer bleibenden Herausforderung im Schulalltag werden.

Selbst die neuen Schulbücher haben nichts zum Thema Fernerkundung innerhalb der verschiedenen Curricula-Vorgaben anzubieten, das Trainieren von Fernerkundungsmethoden wird jedoch innerhalb der Bildungsstandards für das Fach Geographie explizit vorgegeben. Dadurch sind die digitalen Lernmodule des Projektes „FIS“ für mich zu einem unumgehbaren Zusatzelement in der Unterrichtsplanung geworden. Die Module können mit verschiedenen Lernmethoden kombiniert werden und können auf Grund der Abstimmung mit Curricula-Vorgaben perfekt in die jeweilige Unterrichtsreihe integriert werden. Als bestes Beispiel dient für mich in diesem Zusammenhang der Einsatz der Lernmodule „Haiti – Katastrophenhilfe aus dem All“ und „Wenn Wellen alles ändern“. Innerhalb der Unterrichtsreihe meines damaligen Grundkurses 11/EF Erdkunde bilingual am Gymnasium Siegburg Alleestraße wurde ein Projekttag mit dem genannten Grundkurs und einer Klasse der Jahrgangsstufe 9 zum Thema „Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von Fernerkundungsmethoden zur Prävention von Naturkatastrophen“ organisiert. Neben dem Einsatz der digitalen Lernmodule des Projektes „FIS“ und der damit verbundenen Anwendung von Fernerkundungsmethoden zum Thema „Naturkatastrophen“ sollte dabei das selbstständige Lernen mit Hilfe des lerntheoretischen Konzeptes Jean-Pol Martins „Lernen durch Lehren“ innerhalb einer – als Projekttag angelegten – neuen Situation für die Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 9 gefördert werden. Als Fazit der praktischen Erprobung und der damit verbundenen Evaluation konnte ich feststellen, dass das Thema „Fernerkundung“ sowohl für die Schüler der Jahrgangsstufe 11 als auch für die Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine neue methodische und inhaltliche Erfahrung darstellte, denn nur ein Schüler von insgesamt 36 Schülern hatte innerhalb des eingesetzten Fragebogens sein Vorwissen zu diesem Thema bekundet.

Als Bewertung der Themen- und Methodenwahl aus der Sicht der Lehrer und der Schüler im Rahmen meiner Zweiten Staatsexamensarbeit konnte insgesamt festgehalten werden, „ dass das erprobte Unterrichtskonzept an methodischen und thematischen Notwendigkeiten angesetzt hat und die Schüler zwar intensiv gefordert, aber dementsprechend auch sprachlich wie methodisch gefördert hat.

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Datum:
13.03.2013
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Christina Stümper
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Fernerkundung in Schulen – Teil 2: ein Praxisbericht aus der Schule
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Gastbeitrag / Interview
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