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		<title>Online-Magazin DIGITAL LERNEN</title>
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	<description>Neuste Beiträge von Digital Lernen</description><language>de</language><image>
		<title>Online-Magazin DIGITAL LERNEN</title>
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	<width>18</width><height>16</height><description>Neuste Beiträge von Digital Lernen</description></image><generator>TYPO3 - get.content.right</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 07:00:00 +0200</lastBuildDate><item>
	<title>iPad-Klasse sorgt für Begeisterung</title>
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<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/ipad-klasse-sorgt-fuer-begeisterung.html</guid><description>Auf den Tischen liegen iPads, das Thema der Stunde ist der Nahostkonflikt, die Schüler arbeiten...</description><category>Schulpraxis</category>
<pubDate>Fri, 18 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/8a6c7a88b2.jpg" hspace="5" align="left" > Auf den Tischen liegen iPads, das Thema der Stunde ist der Nahostkonflikt, die Schüler arbeiten konzentriert: einige malen eine Mindmap mit dem Füller, andere mit einer App. Wieder andere erstellen eine Karte mit Google Maps oder erstellen kollaborativ online eine Präsentation. „Am Ende der Stunde gibt es acht verschiedene Lösungsansätze bei 23 Kindern. Alle können ein Resultat vortragen“, sagt Eyk Franz, Klassenlehrer der iPad-Klasse an der Waldschule Hatten. Individualisiertes Lernen und Methodenvielfalt heißt hier, dass die Schüler selbst darüber entscheiden, wie sie ihre iPads zur Lösung einer Aufgabe verwenden – oder ob sie sie auch einmal links liegen lassen. Doch ganz ohne sie auszukommen: das kann sich keiner der Schüler der iPad-Klasse mehr vorstellen.Eine iPad-Klasse gibt es bereits, eine weitere startet im Sommer. „Das iPad ist für unsere Schule eine konsequente Fortsetzung des mobilen Lernens“, sagt Andreas Hofmann, Lehrer an der Waldschule Hatten und medienpädagogischer Berater für digitales Lernen beim Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ). Wenn man begeistern könne, sähen die Kollegen den Mehrwert: „dass mobiles Lernen schlicht und ergreifend zeitgemäß und schülerbezogen ist.“ Zwar bedeute das nicht automatisch bessere Schulleistungen, „aber ich sehe in meiner Klasse ganz deutliche Kompetenzgewinne im Bereich des Präsentierens, Kooperierens und Recherchierens“, so Hofmann weiter.Auf Tabletcomputer umzusteigen hat aber auch weitere, ganz pragmatische Vorzüge: denn ein Hauptproblem seien Viren auf den Rechnern der Schüler, die eine Gefahr für das gesamte Schulnetzwerk darstellten – bei den iPads gebe es das - noch - nicht. Außerdem koste es viel Zeit, das Betriebssystem, die Treiber und Software auf den Laptops einzurichten, und die Wartung der Rechner komme noch dazu. Anders bei den Tabletcomputer: „Eine Doppelstunde hat es gedauert, eine ID zu erstellen, die Tabletcomputer zu installieren und ein Backup in der Cloud zu erstellen. Softwareseitig entsteht keine Arbeit, hardwareseitig sind sie kaum anfällig. Ein Defekt bedeutet, die Kinder schicken das Gerät ein und es wird repariert oder ausgetauscht. Ohne Lehrerbeteiligung! Ich denke, nur so können Schulen diesen Weg gehen“.Vor zwei Jahren wurde das aktuelle Medienkonzept der Schule erarbeitet. Vorher sei mobiles Lernen „noch mehr Utopie als Realität“ gewesen. Seitdem hat sich viel getan und mobiles Lernen als 1:1-Lösung – ein mobiles Gerät pro Schüler – ist das Ziel der Schule. Angesichts der schnellen Entwicklung müsse allerdings darauf geachtet werden, dass kein Kollege den Anschluss an die Entwicklung verliere:&nbsp;„Schulserver, digitale Boards, mobile Klassen, E-Learning - und nun auch noch ein fremdes Betriebssystem. Das baut Ängste auf. Diese muss man mit Motivation und Spass - und sehr viel privater Zeit und Engagement abbauen.“ Es liege allerdings in der Verantwortung jedes einzelnen Kollegen, digitale Medien zu akzeptieren. So viel Wandel braucht Fortbildungen. Erst kürzlich nahmen viele der Lehrer an einer zweitägigen intensiven Schulung zur Arbeit mit iPads teil. Demnächst richtet die Firma Apple an der Schule eine Fortbildung aus und es gibt ein regelmäßiges Treffen&nbsp;der Lehrer. Die Schule bietet außerdem ein Elterntraining zu allen gewünschten Themen an, etwa zu Sozialen Netzwerken oder dem iPad. Das Interesse ist groß, daher will die Schule&nbsp;diese Euphorie&nbsp;nutzen. Deshalb spricht die Waldschule Hatten&nbsp;andere Schulen in der Region an, „um schnellstmöglich ein Netzwerk aufzubauen. Gemeinsame Treffen, Workshops und Fortbildungen sind geplant.“Viel privates Engagement ist nötig, um die digitalen Medien langfristig zu verankern. Was man an der Waldschule Hatten beobachten kann, ist ein Aufbruch. Die Bestandsaufnahme bestätigt das: den 550 Schülern und 45 Lehrern der Waldschule Hatten stehen bisher 50 PCs, 100 Laptops und 30 Tablets zur Verfügung. Es werden stetig mehr. Außerdem ergänzen zehn interaktive Tafeln den Schulunterricht.Auch bei der Breitbandanbindungen ist die Waldschule Hatten vergleichsweise gut ausgestattet. Die Schule ist über drei 16000er DSL-Leitungen mit dem Internet verbunden; eine für die Verwaltung, zwei für den Unterricht. Für 2013 ist eine Erweiterung angedacht. Einen großen Teil der Kosten für die IT-Infrastruktur übernimmt der Schulträger. Die Tabletcomputer kaufen die Eltern bei der gemeinnützigen Mobiles Lernen GmbH und leasen sie über drei Jahre. Da manche Eltern sich das nicht leisten können, arbeitet die Schule mit der GmbH zusammen, die einen Sozialfonds anbietet, der sozial schwächeren Eltern formlos hilft. So können alle Schüler am Projekt teilnehmen.<br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item>
<title>Tiroler Bildungsmesse schließt mit positiven Signalen</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/tiroler-bildungsmesse-schliesst-mit-positiven-signalen.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/tiroler-bildungsmesse-schliesst-mit-positiven-signalen.html</guid><description>Nach zwei Tagen schließen die BildungOnline-Messe und der Junior eDay mit positiven Signalen für...</description><category>Technik</category>
<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/be7061cdc0.png" hspace="5" align="left" > Nach zwei Tagen schließen die BildungOnline-Messe und der Junior eDay mit positiven Signalen für das digitale Lernen an österreichischen Schulen. Das Bundesministerium für Unterricht und das Ministerium für Wirtschaft unterstützten die Veranstaltungen. Im Mittelpunkt standen Themen wie die WLAN-Einbindung von Tabletcomputern in das Schulnetz, die Ausstattung der Schulen mit interaktiven Tafeln und die Zurverfügungstellung von Lerninhalten über Lernmanagementsysteme. Außerdem wurde für die Handy-Signatur geworben, ein neues Verfahren zur sicheren Online-Signatur.Immer mehr Bewegung gibt es bei der digitalen Bereitstellung von Lehr- und Lerninhalten. Sowohl Lernmanagementsysteme als auch Mediendistributionssysteme bieten mehr Funktionen und immer mehr Inhalte. Das Lernmanagementsystem 
<link http://lms.at/>LMS.at</link>
 versorgt alle Bundesschulen Österreichs mit 26.000 von Lehrkräften erstellten Lehr- und Lernmaterialien. Das Landesmedienzentrum Tirol stellt den Schulen im Rahmen des eGovernmentportals den Mediendistributionsservice LEON mit 21.000 geprüften Medien wie Filmen, Word-Dokumenten und PDFs zur Verfügung, darunter auch die Filme des FWU. Die Lehrer haben hier die Möglichkeit über eine Schlagwortsuche gezielt nach passenden Dokumenten zu suchen. Bei allen Plattformen fehlen jedoch noch die Inhalte der Schulbuchverlage, die in der Kombination mit den vorhandenen Inhalten eine perfekte Arbeitsgrundlage für die Lehrkräfte bieten würden.Für die in den Schulen immer schneller wachsende Anzahl von mobilen Endgeräten wie Tabletcomputern werden leistungsfähige WLAN-Access-Points benötigt. Hier bietet TIME for kids ein Hochleistungs-WLAN an, mit dem auch eine große Anzahl von mobilen Endgeräten in der Schule im Internet arbeiten kann und dabei der Jugendschutz sichergestellt ist.Das bisher vor allem für Unternehmen tätige Systemhaus ACP dehnt seine Angebote nun auch auf den Schulbereich aus. So können die österreichischen Schulen auch auf die Komplettlösung aus CampusLan und weiteren Bestandteilen wie Monitoring und Printermanagement von ACP zurückgreifen, die bereits in Stuttgarter Schulen im Einsatz ist. Das Systemhaus bietet dabei einen Fullsupport an, mit dem die Schulen bei Bedarf ihren Systembetreuer bedarfsgerecht entlasten können.Auch Stiefel interaktiv als Partner von edukick war auf der Messe vertreten. Neben dem etablierten Portfolio, bestehend aus interaktiven Tafelsystemen, Software und Lehrerfortbildungskonzepten präsentiert das Unternehmen Medienmöbel zur sicheren Unterbringung von IT-Komponenten.Im Gegensatz zu Deutschland hat das Thema Zertifizierung von Schülern in Österreich einen hohen Stellenwert. Im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht bietet das Unternehmen &quot;IT in der Bildung&quot; an 1.200 österreichischen Schulen Zertifizierungen für Computerkompetenz, IT-Security und Wirtschaftskompetenz an, die von den Schülern begeistert wahrgenommen werden.Der Veranstalter der Bildung-Online-Messe Harald De Zottis zeigt sich zufrieden mit der Messe: &quot;Wir haben mit dem Junior eDay zusammen mit der BildungOnline eine gute Synergie zustande gebracht und so auch etwas für die Schüler getan. Außerdem haben wir einige Bausteine des digitalen Lernens zusammengebracht, wie Contentlieferanten und Hardwarehersteller. Besonders positiv ist, dass mehr Entscheidungsträger dafür sensibilisiert wurden, dass der Raum der dritte Pädagoge ist.&quot; ]]></content:encoded></item><item>
<title>Kritik an der Schulinitiative von Facebook</title>
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<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/kritik-an-der-schulinitiative-von-facebook.html</guid><description>900 Millionen Nutzer hat das Soziale Netzwerk Facebook derzeit, darunter rund 23 Millionen...</description><category>Jugendmedienschutz</category>
<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/18df7560b9.jpg" hspace="5" align="left" > 900 Millionen Nutzer hat das Soziale Netzwerk Facebook derzeit, darunter rund 23 Millionen Deutsche. Beinahe wöchentlich meldet Facebook neue Funktionen. Nun drängt das Soziale Netzwerk auch in die Schulen. In geschlossenen Benutzergruppen sollen Schüler Dokumente, Aufgaben und Texte online tauschen können. „Das Angebot von Facebook ist frech“, sagt der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert gegenüber DIGITAL LERNEN, „zumal das Unternehmen weiß, dass zumindest in Europa dem der Datenschutz entgegen steht“. Vor einem Einsatz Sozialer Netzwerke in der Schule müssten die Tools gecheckt werden, fordert Weichert und schiebt hinterher: „Bei diesem Check würde &quot;Groups for Schools&quot; durchfallen“.„Group for Schools“ zum Dokumentenaustausch zwischen Schülern? Was sich im ersten Moment als gute, kostenlose Alternative zu einer Lernplattform anhört, ist in Wirklichkeit eine große Gefahr. In der Praxis würde die Nutzung von Facebook in der Schule bedeuten, dass ein Lehrer zunächst alle Schüler verpflichten müsste, sich ein Facebook-Profil zuzulegen, um überhaupt Mitglied der Benutzergruppe werden zu können. Die baden-württembergische Kultusministerin&nbsp; Warminski-Leitheußer kritisiert den Vorstoß von Facebook: „Selbstverständlich kann keine Schule Nutzerprofile für Schüler in einem sozialen Netzwerk anlegen oder Schülerinnen und Schüler dazu zwingen, bei einem privaten Online-Portal ein Profil anzulegen. Da sich private Online-Portale, wie zum Beispiel Facebook, finanzieren, indem sie die Daten der Kunden sammeln und verkaufen, überschreiten sie mit ihrem Ansinnen die bisher gehaltene Regelung in der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über Werbung, Wettbewerbe und Erhebungen in Schulen.“ Warminski-Leitheußer weist auf den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schulen hin: „Die Eltern, die ihre Kinder in die Obhut der Schule geben, müssen darauf vertrauen können, dass der Rahmen des Erziehungs- und Bildungsauftrages der Schule eingehalten und alles von der Schule fern gehalten wird, was die Verwirklichung dieses Zieles beeinträchtigen könnte. Der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule verbietet es demnach, dass in den Schulen insbesondere Werbung für wirtschaftliche, politische, weltanschauliche oder sonstige Interessen betrieben wird oder Erhebungen durchgeführt werden. Das Kultusministerium lehnt aus den bereits erwähnten Gründen und insbesondere aus datenschutzrechtlichen Aspekten eine Nutzung von privaten Online-Portalen, wie zum Beispiel Facebook, in der Schule ab. “Die Kultusministerkonferenz hat bisher keinen Beschluss zum Thema Werbung an Schulen gefasst. Dies liegt, laut Auskunft eines Sprechers der KMK, an der Zuständigkeit der Länder beim Thema Werbung an Schulen. Doch auch vom amtierenden KMK-Präsidenten, dem Hamburger Bildungssenator Ties Rabe, war trotz mehrfacher Nachfrage keine Stellungnahme zu erhalten.Thilo Weichert warnt immer wieder vor der Nutzung von Facebook durch die Schulen. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz hatte das schleswig-holsteinische Bildungsministerium daher aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass die Facebook-Fanpages von Schulen beendet werden. Nach Aussage von Thilo Weichert sind die Gründe vielfältig: „Neben dem Umstand, dass die Schulleitung de facto keine Kontrolle über die so ausgelöste Datenverarbeitung hat, betrachte ich es für keine Ertüchtigung der&nbsp; Kinder zur Medienkompetenz, wenn eine Schule ein offensichtlich datenschutzwidriges Werkzeug nutzt.“ Die Datenschutzbeauftragten werfen Facebook vor, gegen deutsches Datenschutzrecht zu verstoßen. Es ist für Nutzer beispielsweise nicht möglich das eigene Facebookprofil mit samt den Daten zu löschen. Profile können lediglich deaktiviert werden, die Daten bleiben aber erhalten und die weitere Verwendung durch Facebook unklar.Neben dem Datenschutz wird auch das gezielte Adressieren von Schülern durch Werbung kritisiert. Das Geschäftsmodell von Facebook ist die Verwertung von Daten für Anzeigekunden.&nbsp; So können Unternehmen individualisierte Anzeigen schalten, die eine vielfach höhere Treffergenauigkeit besitzen als andere Werbemaßnahmen. In der Schule ist Werbung allerdings in fast allen Bundesländern verboten.&nbsp; Kinder sollen vor der Einflussnahme durch Werbung geschützt werden. Nach Aussage des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums gegenüber den Lübecker Nachrichten ist ein Schreiben an die Schulen in Vorbereitung, in dem auf die Kritik des Landesdatenschutzbeauftragten hingewiesen wird.]]></content:encoded></item><item>
<title>Schulneubau in Gaimersheim: Bundestagsabgeordneter trifft Rinderherz </title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/schulneubau-in-gaimersheim-bundestagsabgeordneter-trifft-rinderherz.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/schulneubau-in-gaimersheim-bundestagsabgeordneter-trifft-rinderherz.html</guid><description>Gaimersheim hat Glück. Die kleine Gemeinde bei Ingolstadt bekam 2010 nicht nur ein neues Gymnasium,...</description><category>Schulpraxis</category>
<pubDate>Tue, 15 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/4d5a36453b.jpg" hspace="5" align="left" > Gaimersheim hat Glück. Die kleine Gemeinde bei Ingolstadt bekam 2010 nicht nur ein neues Gymnasium, sondern dazu auch ein individuelles Medienkonzept, das zu Beginn der Bauarbeiten von&nbsp; Lehrkräften und den Verantwortlichen des Sachaufwandsträgers gemeinsam entwickelt wurde. Der verantwortliche Landkreis Eichstätt wollte eine „Schule des 21. Jahrhunderts“ bauen, modern und gut ausgestattet. Das Gymnasium Gaimersheim soll so auch beispielgebend für die Medienkonzepte der anderen Schulen im Landkreis sein.In einem ersten Schritt wurden im Gymnasium Gaimersheim alle belegten Klassenräume mit interaktiven Beamern ausgestattet, die auf eine klassische weiße Tafel projetzieren. Der Clou: Die Tafeln können auch mit Filzstiften beschrieben werden, oder eben mit einem digitalen Stift, der mit der Software des Epson-Beamers interagiert. Das war der Kompromiss, damit auch die mit IT unerfahrenen Lehrerinnen und Lehrer in den Klassen arbeiten können. Doch schnell hat sich herausgestellt, dass diese Ausweichmöglichkeit immer weniger genutzt wird. „Die interaktiven Tafeln haben alle Lehrer motiviert, und durch den Austausch über die Technik hat die Kommunikation zwischen den Lehrkräften zugenommen“, freut sich Schulleiter Manfred Ruckdäschel. Auch die Kollegen, die bis dahin keinen Computer verwendet haben, arbeiten jetzt mit den Beamern. Die Schule wurde außerdem komplett verkabelt, in jedem Raum finden sich Anschlussmöglichkeiten für weitere technische Geräte, die so jederzeit &nbsp;installiert werden können.Das langsame Aufwachsen der Schule mit höheren Klassenstufen wird dafür genutzt, die Klassenräume nach und nach auszustatten. Neben den gängigen Funktionen einer interaktiven Tafel haben sich Schule und Schulträger mit der Anschaffung von „Dokumentenkameras“ noch eine Besonderheit ausgedacht, mit der alle Bücher und Arbeitsblätter, aber auch die Hausaufgaben der Schüler zur Verbesserung legal projiziert werden dürfen. Das ist ein enormer Vorteil seit die Bundesländer den Schulbuchverlagen vertraglich zugesichert haben, alle illegalen Scans von Schulbuchseiten von den Schulcomputern zu löschen.&nbsp; Zusätzlich erlauben es die Dokumentenkameras auch, naturwissenschaftliche Experimente vergrößert und live an der Tafel abzubilden, zu dokumentieren und zu speichern. Mit Freude berichtet Schulleiter Ruckdäschel über eine Biologiestunde, in der ein Rinderherz seziert und dabei gefilmt wurde. So haben nicht nur wenige Schüler etwas davon, sondern alle Schüler. Die gespeicherte Aufnahme erlaubt auch das erneute Abspielen des Experiments oder auch nur Teile davon in einer Parallelklasse.Auch der zuständige Bundestagsabgeordnete des Landkreises Eichstätt, Dr. Reinhard Brandl zeigte sich nach seinem Besuch des neuen Gymnasiums begeistert: „Die Schüler erleben und erlernen von Anfang an einen selbstverständlichen und sinnvollen Umgang mit den digitalen Medien.“Reinhard Brandl findet in dem Gymnasium vieles, was er wöchentlich in der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages bespricht, wenn es um das Thema Medienkompetenzvermittlung geht. Erst im letzten Monat forderte die entsprechende Arbeitsgruppe unter seinem Vorsitz, dass jeder Schüler in Deutschland Zugang zu einem mobilen Endgerät bekommen müsse. In Gaimersheim setzten Schule und Schulträger jedoch zunächst auf die Beamer, einen Laptop für die Schüler gibt es derzeit nicht. Zu aufwendig wäre das Anschließen und Hochfahren der Laptops zu Beginn einer Unterrichtsstunde, waren die Befürchtungen. Doch durch die komplette Verkabelung der Schule wurde die Basis bereits gelegt, um später mobile Endgeräte nutzen zu können. Vielleicht werden hier Tabletcomputer die Zukunft sein, da sie weder angeschlossen noch hochgefahren werden müssen. Für die weitere IT-Ausstattung stehen dem Gymnasium die EDV-Betreuer des Landkreises Eichstätt mit Rat und Tat zur Verfügung. Ein festes finanzielles Budget für Schule und EDV gibt es nicht, hier wird je nach schulspezifischem Bedarf gehandelt. &nbsp;Bisher standen für alle Schulen etwa 150.000 Euro jährlich zur Verfügung.Beim Jugendschutz im Internet setzt der gesamte Landkreis auf den maximalen Schutz durch den TIME for kids Schulfilter Plus, nach Aussage des EDV-Betreuers Florian Vollnhals ist das der Anbieter mit dem umfassendsten Support. Und das ist wichtig, denn&nbsp; an deutschen Schulen leisten oftmals Lehrkräfte als nebenamtliche Systembetreuer den Support. Diese haben ihr Wissen meist über „learning by doing“ erworben.Offen ist noch der Einsatz einer Lernplattform, über die Medieninhalte zur Verfügung gestellt und gemeinsam an Dokumenten gearbeitet werden kann. Einige Lehrer arbeiteten zwar bereits mit moodle, ob dies aber die Lernplattform für alle werde, sei noch nicht entschieden. Schulleiter Ruckdäschel kann heute bereits sagen, dass sich die Investitionen lohnen: „Die Schüler sind sehr motiviert, nicht nur&nbsp; wenn sie vor der Klasse ihre zu Hause vorbereitete Power-Point-Präsentation direkt vom USB-Stick vortragen können.“]]></content:encoded></item><item>
<title>Österreichische Bildungsministerin Schmied: Lehrkräfte sind Schlüssel zu Qualität</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/oesterreichische-bildungsministerin-schmied-lehrkraefte-sind-schluessel-zu-qualitaet.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/oesterreichische-bildungsministerin-schmied-lehrkraefte-sind-schluessel-zu-qualitaet.html</guid><description>Heute startet im österreichischen Hall bei Innsbruck zum zwölften Mal die Bildungsmesse für Lehrer...</description><category>Netzpolitik</category><category>Gastbeitrag / Interview</category>
<pubDate>Mon, 14 May 2012 14:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/f33292a37e.jpg" hspace="5" align="left" > Heute startet im österreichischen Hall bei Innsbruck zum zwölften Mal die Bildungsmesse für Lehrer BildungOnline zusammen mit der Initiative JUNIOR eDay für Schüler statt. DIGITAL LERNEN nahm dies zum Anlass um mit der österreichischen Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied über den Stand des digitalen Lernens an österreichischen Schulen zu sprechen.<b>DIGITAL LERNEN: Welche Ziele verfolgen Sie mit der „Digitalen Agenda für Bildung, Kunst und Kultur efit21“?</b>Dr. Claudia Schmied: efit21 ist die Gesamtstrategie des Bildungsministeriums für den Einsatz von IKT, Internet und digitale Medien im Unterricht, in der Verwaltung und auch im Kunst- und Kulturbereich. Das BMUKK verfolgt sechs Wirkungsziele. So soll etwa durch den Einsatz von IKT die Qualität des Unterrichts gesteigert werden, Schülerinnen und Schüler sollen die erforderlichen digitalen Kompetenzen und e-Skills vermittelt bekommen, mit IKT soll eine moderne und effiziente Bildungsverwaltung erreicht, Kunst und Kultur gefördert sowie das reiche Kulturerbe Österreichs einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.<b>Welche konkreten Schritte sollen in den Jahren 2012 und 2013 gegangen werden, um das digitale Lernen an österreichischen Schulen zu verbessern?</b>Mit Shared Services wie Lernplattformen, Content- und Gegenstandsportalen oder der Ausstattung der Schulen mit Standardsoftwareprodukten schaffen wir den Rahmen für das digitale Lernen. Diese Angebote werden weiterentwickelt und sollen ein kompetenzorientiertes individuelles Lehren und Lernen unterstützen. E-Learning soll noch breiter eingesetzt werden und ist auch ein Schwerpunkt an den Neuen Mittelschulen. Die rund 400 e-Learning-Clusterschulen unterstützen gemäß dem Buddy-Prinzip andere Schulen und sind ein gelungenes Beispiel für eine moderne Schulentwicklung und aktiven Knowhow-Transfer. Bildungsstandards für digitale Kompetenzen in der 8. Schulstufe sind definiert und werden zur Zeit erprobt. Außerdem arbeiten wir pädagogische Modelle aus, wie digitale Bildungsmedien im Unterricht stärker eingesetzt werden können. <b>Wie werden Lehrkräfte und deren Anforderungen in den Prozess der Ausstattung der Schulen mit IT-Lösungen einbezogen?</b>Lehrkräfte sind in die verschiedenen e-Learning-Initiativen oder auch in Pilotprojekte zur Erprobung des pädagogischen Potentials der neuesten Technologien eingebunden. Das Feedback der Lehrkräfte ist uns sehr wichtig und gibt uns Rückmeldung, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Die technische Ausstattung liegt im Rahmen der Schulautonomie in der Hand der einzelnen Schule. Sie kann je nach Erfordernissen Schwerpunkte setzen. Bei den Pflichtschulen sind die Gemeinden als Schulerhalter für die Ausstattung zuständig. <b>Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Fortbildung der Lehrkräfte in diesem Zusammenhang?</b>Gut ausgebildete Lehrkräfte sind ein wichtiger Schlüsselfaktor für die Qualität des Bildungswesens. Digitale Kompetenzen und eine kritisch reflektierte Mediennutzung sollen in der Aus- und Weiterbildung der Lehrenden verankert werden. Wir setzen hier mit dem internationalen Zertifikat „EPICT“ oder der „Virtuellen Pädagogischen Hochschule“ wichtige Maßnahmen, damit die Lehrkräfte fit gemacht werden, um IKT und das Internet im Unterricht einsetzen zu können. <b>Welchen Beitrag leisten Veranstaltungen wie der JUNIOR eDAY und die BildungOnline-Messe dazu? </b>Diese beiden Veranstaltungen informieren über aktuelle Entwicklungen und zeigen Möglichkeiten auf, wie Internet und IKT in der Klasse aber auch in der Schulverwaltung sinnvoll und effektiv eingesetzt werden kann. Die Lehrkräfte erhalten Anregungen, wie pädagogische Konzepte mit neuen technologischen Entwicklungen kombiniert werden können und die Lernfreude und Bildungsmotivation unterstützt wird. ]]></content:encoded></item><item>
<title>Messe zum digitalen Lernen in österreichischen Schulen startet</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/messe-zum-digitalen-lernen-in-oesterreichischen-schulen-startet.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/messe-zum-digitalen-lernen-in-oesterreichischen-schulen-startet.html</guid><description>Mit rund 50 Messeständen und 70 Einzelveranstaltungen startet die diesjährige Messe...</description><category>Technik</category>
<pubDate>Mon, 14 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/be7061cdc0.png" hspace="5" align="left" > Mit rund 50 Messeständen und 70 Einzelveranstaltungen startet die diesjährige Messe &nbsp;„BildungOnline“ in Hall in Tirol zum zwölften Mal. Hier werden Lehrerinnen und Lehrer darüber informiert, wie sie Computer und Internet im Unterricht sinnvoll einsetzen können und welche IT-Bausteine die Schulen hierfür bereitstellen müssen. Am 14. Mai finden Tagungen statt, am 15. und 16. Mai werden Fortbildungen, eine Informationsmesse mit Lehrmittelfirmen, Bildungsinstitutionen und Schülerprojekte, Messeworkshops, Fachvorträge, Diskussionen und Rahmenveranstaltungen angeboten. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur werden umfassend alle Themen zur Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien in der Schule präsentiert und diskutiert.Die etwa 50 Aussteller der Informationsmesse zeigen vom Einsatz der edu.card über interaktive Schultafeln, pädagogische Netzwerke, Jugendschutzlösungen, Online-Medienverteilung bis hin zur modernen Schulverwaltung in einem breiten Bogen die Einsatzmöglichkeiten der IT in der Schule. Speziell im Forum Innovative Unterrichtsmethoden werden herausragende Lösungen für den Einsatz von interaktiven Tafeln, pädagogischen Netzwerken zur Steuerung der Arbeit mit Computern im Unterricht, die multimediale Schulbibliothek und durchdachte Komplettlösungen für das Arbeiten mit interaktiven Medien gezeigt.Am 15.05.2012 findet in Kooperation die Initiative JUNIOR eDay West statt, auf der Schulklassen der Berufsschulen in Workshops über den technologischen Fortschritt und die Auswirkungen auf den Lern- und Arbeitsprozess sprechen können. Um über die aktuellen Trends und Möglichkeiten im IT-Bereich informiert zu sein, sind die Junior eDays 2012 eine hervorragende Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Schulstufe und deren Lehrpersonen, sich einen Überblick zu verschaffen, einen „Erstkontakt&quot; herzustellen und teilweise vertiefend in die Materie einzutauchen. Besonders engagiert sich hier die Landesrätin für Bildung Dr. Beate Palfrader. Sie setzt für einen sinnvollen Einsatz der digitalen Medien für die Unterrichtsgestaltung ein: „Durch diesen Einsatz werden die Schülerinnen und –schüler bestmöglich auf die Herausforderungen der weiterführenden Schulen aber auch des Berufslebens vorbereitet.“Über die Weiterentwicklung des digitalen Lernens an österreichischen Schulen sprach DIGITAL LERNEN mit der Bundesministerin für Unterricht Dr. Claudia Schmied. Das Interview lesen Sie 
<link http://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/oesterreichische-bildungsministerin-schmied-lehrkraefte-sind-schluessel-zu-qualitaet.html - external-link "Österreichische Bildungsministerin Schmied: Lehrkräfte sind Schlüssel zu Qualität">hier</link>
.]]></content:encoded></item><item>
<title>DIGITAL LERNEN fragt nach: Parteien in NRW zur schulischen IT-Ausstattung </title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/digital-lernen-fragt-nach-parteien-in-nrw-zur-schulischen-it-ausstattung.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/digital-lernen-fragt-nach-parteien-in-nrw-zur-schulischen-it-ausstattung.html</guid><description>Am kommenden Sonntag wählen die Bürger Nordrhein-Westfalens einen neuen Landestag. Drei Themen...</description><category>Netzpolitik</category>
<pubDate>Fri, 11 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/7c5af2d229.jpg" hspace="5" align="left" > Am kommenden Sonntag wählen die Bürger Nordrhein-Westfalens einen neuen Landestag. Drei Themen haben den kurzen aber intensiv geführten Wahlkampf im bevölkerungsreichsten Bundesland bestimmt: Schuldenabbau bei Sicherung des Industriestandorts NRW, Gestaltung der Energiewende und Bildung. Das Online-Magazin DIGITAL LERNEN hat die anstehende NRW-Wahl zum Anlass genommen und die Parteien mit jeweils fünf Fragen zum Thema „Einsatz digitaler Medien in den Schulen“ konfrontiert. Bei der Frage nach der Wichtigkeit der Medienkompetenz und IT-Bedienkompetenz in der Schulbildung besteht parteiübergreifende Einigkeit. Alle Parteien sehen den geübten und verantwortungsvollen Umgang mit Computern und den Neuen Medien - sowohl bei den Pädagogen als auch bei den Schülern - als unerlässliche Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts an. Den Entwicklungen einer digitalisierten Welt müsse „fächerübergreifend Rechnung“ getragen werden, heißt es dazu beispielsweise von Seiten der Piraten. Geht es um die Frage nach einer landesweit einheitlichen IT-Ausstattung in den Schulen und der Verbesserung der Computer-Schüler-Relation, werden durchaus Unterschiede zwischen den Parteien deutlich. Dabei geht es weniger um das Ob, als vielmehr darum Wie diese Einheitlichkeit erreicht werden kann. Die SPD, FDP und die Grünen verweisen auf die verfassungsrechtlich geregelte Zuständigkeit der Kommunen/ Schulträger für die IT-Ausstattung in den Schulen, während die Piraten „für jeden Schüler ein digitales Endgerät“ fordern. Hinsichtlich der Frage, wie die Parteien in NRW nach den Wahlen die Ausstattung der Schulen mit Computern und Breitbandanschlüssen verbessern wollen, zeigen sich ebenfalls unterschiedliche Positionen. Die SPD und die Grünen sprechen sich für eine finanzielle Entlastung der Kommunen aus. Damit können „sie ihre Aufgaben, wozu auch die Ausstattung der Schulen gehört, besser wahrnehmen“, stellen die Grünen fest. Auch nach Ansicht der Linke „müssen die Mittel verbessert werden“, damit die Schulen ihre „Ausstattung und Ausrichtung“ eigenverantwortlich bestimmen können. Die Liberalen hingegen sehen Politik und Wirtschaft gleichermaßen in der Verantwortung, da die vielfältigen Aufgaben „nicht durch die Landespolitik alleine vollzogen werden“ können. „Hierzu bedarf es auch des Engagements der Wirtschaft“ heißt es weiter bei der FDP. Die Piraten beschäftigen sich mit konkreten Ausstattungsszenarien. Mit „Open Source Programmen, sollen Kosten für teure Lizenzen gespart werden“, und auch die jährliche Belastung für IT-Serverdienstleistungen könne nach Ansicht der Piraten „auf 3 Euro pro Schüler und Jahr“ reduziert werden. Der Lehrerfortbildung und Lehrerweiterbildung wird von allen Parteien eine Schlüsselrolle für einen erfolgreichen IT-Einsatz in Schulen zugeschrieben. Gerade hier gebe es jedoch noch große Defizite und entsprechend viel Nachholbedarf. „Die Lehrerfortbildung ist insgesamt vernachlässigt worden und muss verbessert werden“ kritisiert die Linke. Die Grünen fordern, dass in die Ausbildung der Lehrkräfte „verstärkt die Vermittlung von Medienkompetenz Einzug halten muss.“ Die Piraten verweisen hingegen darauf, dass in NRW „die meisten außerschulischen Fortbildungsangebote für Lehrer vor fünf Jahren eingestellt, die Ausgaben für die Fortbildungen eingefroren und auf die Schulen verteilt“ wurden. Es sei daher dringend erforderlich, „dass es wieder außerschulische Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich Medien für alle Lehrer/innen“ gibt. Einen weiteren Bogen schlägt die SPD, die sich grundsätzlich für mehr Weiterbildung aussprechen, aber die Vermittlung von Medienkompetenz als „gesellschaftliche Gesamtaufgabe, die sich nicht nur auf die Schule beschränkt“, versteht.Einer Nutzung von Facebook als Unterrichtswerkzeug stehen alle Parteien mehr oder weniger kritisch gegenüber. Die FDP sieht es als hilfreich an, wenn „Pädagogen über entsprechende persönliche Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen sozialen Netzwerken im Internet verfügen.“ Es gelte „aber eine professionelle Distanz zu wahren“, meint die FDP dazu weiter. Auch die SPD spricht sich für einen höheren „Stellenwert sozialer Netzwerke“ bei den pädagogischen Fachkräften aus, sofern das nötige Wissen über die Chancen und Risiken vorhanden ist und ein „kritischer Umgang“ gewahrt bleibt. Aber allein aus Datenschutzgründen seien geschlossene bzw. geschützte Arbeitsplattformen gegenüber Facebook vorzuziehen, finden die SPD, Linke, die Grünen und die Piraten übereinstimmend. &nbsp;&nbsp;Die NRW CDU konnte uns keine Angaben machen. Die Internetseite Wikimedia hat anlässlich der NRW-Wahl ebenfalls Wahlprüfsteine zu den Themen Medienkompetenz und Einsatz digitaler Medien in Schulen veröffentlicht. Hier finden sich neben weiteren interessanten Fragen auch Antworten der nordrhein-westfälischen Christdemokraten.]]></content:encoded></item><item>
<title>„Bin ich onlinesüchtig?“ – Ein praktischer Selbsttest </title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/bin-ich-online-suechtig-ein-praktischer-selbsttest.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/bin-ich-online-suechtig-ein-praktischer-selbsttest.html</guid><description>„Wenn Du nicht sofort den PC ausmachst, lösche ich das Internet!“ Halb amüsiert berichtet ein...</description><category>Jugendmedienschutz</category>
<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/b41b69b03e.jpg" hspace="5" align="left" > „Wenn Du nicht sofort den PC ausmachst, lösche ich das Internet!“ Halb amüsiert berichtet ein Jugendlicher so über den hilflosen Versuch seiner Mutter ihn vom Computer wegzubekommen. Doch welche Nutzungsdauer ist normal und welche Dauer sollte Anlass zur Sorge sein? Wer dies selbst einschätzen möchte, hat dazu die Möglichkeit auf der Website ins-netz-gehen.de, einer Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).&nbsp; Hier kann jeder einen Selbsttest durchführen und praktische Tipps erhalten, um einer Onlinesucht vorzubeugen. Besonders praktisch dabei ist der Online-Wecker, mit dem jeder Nutzer für sich selber eine maximale Online-Zeit einstellen kann. Ist die Zeit abgelaufen, klingelt der Wecker. Auf ins-netz-gehen.de berichtet auch der 23-jährige Daniel wie er spielesüchtig wurde und am Ende bis zu 14 Stunden am Tag gespielt hat. Er warnt: „Ich weiß heute, dass ein Computer keine Fluchtmöglichkeit ist oder ein Ersatz von Gefühlen, die ich im echten Leben gar nicht habe. Ich glaube, viele Menschen verstehen die virtuellen Welten teilweise falsch, weil sie sie nicht als Ergänzung sehen sondern als Ausweg“.Nach einer 2011 durchgeführten Studie der Drogenbeauftragten der Bundesregierung sind 1,5 Prozent der Deutschen internetsüchtig und weitere 13 Prozent gefährdet. Als internetsüchtig gelten Personen, die wesentlich mehr Zeit im Internet verbringen als der Durchschnitt, oft an Internetaktivitäten denken müssen und dadurch soziale Kontakte vernachlässigen. In der Gruppe der Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren liegt die Anzahl der Internetsüchtigen mit 4,9 Prozent der Mädchen und 3,1 Prozent der Jungen über dem Durchschnitt. Die Mädchen nutzen dabei häufiger Soziale Netzwerke, während die Jungen stärker Onlinespielen verfallen.Die Ergebnisse beruhen auf einer Selbstauskunft von etwa 1.500 repräsentativ ausgewählten Deutschen, die bei einer telefonischen Befragung unter etwa 15.000 Personen angegeben hatten, das Internet täglich länger als eine Stunde zu nutzen.]]></content:encoded></item><item>
<title>Mit 480 Computern und 40 interaktiven Tafeln lernen</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/mit-480-computern-und-40-interaktiven-tafeln-lernen.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/mit-480-computern-und-40-interaktiven-tafeln-lernen.html</guid><description>„Use to learn“ statt „learn to use“ ist am Gymnasium Ottobrunn in Bayern der Grundsatz für das...</description><category>Schulpraxis</category>
<pubDate>Wed, 09 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/a1c062259c.jpg" hspace="5" align="left" > „Use to learn“ statt „learn to use“ ist am Gymnasium Ottobrunn in Bayern der Grundsatz für das Arbeiten mit digitalen Medien im Unterricht - nicht Kompetenz für Medien, sondern Bildung durch Medien. Die Akteure haben verstanden, dass es nicht ausreicht, den „Schülern nur einen Rechner auf den Tisch zu stellen, oder auch das Lehrpersonal in eine Klasse zu setzen, in der plötzlich Rechner am Tisch stehen.“ Ohne Vorbereitung könne das nämlich dazu führen, „dass man sie nur als Schreibmaschine einsetzt, sonst aber am Unterricht nichts verändert“, wie es die Koordinatorin für das Programm „Kompetenzerwerb mit IT“ für die 8. Klassen, Birgit Ablinger, formuliert. Entscheidend sei dagegen „die Lehr- und Lernkultur, die mit dem Einsatz von Rechnern verbunden ist.“Diese Kultur entsteht nicht spontan. Sie muss zu Beginn erst eingeführt und dann weiter gepflegt werden. In Ottobrunn geschieht das, indem motivierende Lernanreize gesetzt werden. Einige Beispiele: Die Arbeit mit speziellen Tools motiviert die Schüler, etwa wenn sie im Fremdsprachenunterricht Radioshows mithilfe der Audio-Software Audacity erstellen. Bei der Arbeit mit dem E-Portfolio können die Schüler aus verschiedenen Aufgaben zu einem Unterrichtsthema die auswählen, die sie am liebsten bearbeiten wollen. An sogenannten Lerntagen können sie Themen und Herangehensweisen selbst bestimmen. Nach den Lerntagen stellen die Schüler auf Elternabenden ihre Projekte in Vorträgen oder Präsentationen vor. Ablinger spricht von einem „sanften Druck“, der dabei ausgeübt wird, denn „hier wollen die Schüler meist einen positiven Eindruck hinterlassen und entwickeln viel Ehrgeiz und, nach dem erfolgreich durchgeführten Elternabend, auch neues Selbstbewusstsein.“ Zur digitalen Lernkultur gehören auch die Methodenvielfalt und unterschiedliche Sozialformen, die von den einzelnen Lehrern im Unterricht eingesetzt werden. Digitale Medien gibt an der Schule schon lange. Im Schuljahr 2002/2003 wurde die erste Notebook-Klasse eingerichtet. Das Projekt „Lernen mit Notebooks“ etablierte sich schnell und seit 2005 können Schüler von Klasse acht bis Klasse zehn auf Wunsch der Eltern eine Notebook-Klasse besuchen. Drei Jahre lang arbeiten die Schüler täglich mit den Rechnern – in der Schule und zuhause. In der Oberstufe gibt es dann zwar keine Notebook-Klassen mehr, die Schüler können die Rechner trotzdem weiter für die Arbeit in der Schule verwenden. Im Schuljahr 2008/2009 kam das „Classmate-Projekt“ dazu. Die Schule schaffte 150 der robusten kleinen Rechner an, die für ein Jahr an die Schüler verliehen werden. Zwei Klassen der Jahrgangsstufe acht arbeiten mit elternfinanzierten Geräten, fünf Klassen mit Classmates. Seit 2008 heißt es außerdem: „GO Moodle“ - seitdem gibt es virtuelle Klassenräume im Lernmanagement-System Moodle. Seit kurzem arbeitet die Schule auch mit dem E-Portfolio Mahara, das zunächst in den achten Klassen eingeführt wurde. Am Anfang gab es keine Modelle, auf die die Schule zurückgreifen konnte. Die Lehrkräfte entwickelten deshalb aus den unterschiedlichen Initiativen in den einzelnen Jahrgangsstufen ein eigenes Konzept zur Förderung der Medien- und Methodenkompetenz. Dabei integrierten sie bereits bestehende Themen wie „Lernen lernen“ und IT-spezifische Komponenten. Seitdem gibt es einen Arbeitskreis, der das Medien- und Methodencurriculum immer wieder erweitert und anpasst. Ein Ausschnitt: In jeder der Jahrgangsstufen fünf bis zehn gibt es Schwerpunktlernziele. Die Schüler lernen altersgemäße Methoden- und Medienkompetenz kennen, die sie in Projekten anwenden. In der siebten Klasse sind es beispielsweise die Methoden des Kommunikationstrainings und der Bibliotheksrecherche. Ihre Medienkompetenz üben die Schüler in dieser Stufe am Umgang mit vernetzten Strukturen und der Internetrecherche. Zusammengeführt wird dann beides in einer Projektarbeit: die Schüler erstellen Websites und wenden dabei das Gelernte an. Die Lehrer werden durch Fortbildungen unterstützt. Sie finden bei Bedarf statt und sind kompakt auf bestimmte Themen gerichtet. Ablinger nennt die Titelbeispiele „Tipps und Tricks für den Unterricht in Laptopklassen“, „Moodle“ oder „Portfolio“.Damit das digitale Lernen flüssig funktionieren kann, ist die IT-Infrastruktur in Ottobrunn gut ausgebaut. Knapp 80 PCs, über 400 Notebooks, 40 interaktive Tafeln gibt es. Die Geräte wurden in mehreren Schritten während der letzten Jahre angeschafft, und es wird stetig erneuert und erweitert. &nbsp;In fast allen Unterrichtsräumen befinden sich Beamer und Medienkanäle, WLAN steht nahezu überall in der Schule zur Verfügung. Für die IT-Systembetreuung stehen der Schule nur vier Anrechnungsstunden zur Verfügung, eine zusätzliche externe Hilfe unterstützt die Arbeit. Abhilfe schafft hier aber auch die Auslagerung von IT-Infrastruktur: Der GO Moodle<i>-</i>Server wird extern auf Maschinen am Leibnitz<i>-</i>Rechenzentrum Garching betrieben und von Mitarbeitern des Medienzentrums München-Land gewartet.]]></content:encoded></item><item>
<title>Schultrojanervertrag geplatzt – Verlage wollen nun praxistaugliche Rahmenbedingungen</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/schultrojanervertrag-geplatzt-schulbuchverlage-wollen-nun-praxistaugliche-rahmenbedingungen.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/schultrojanervertrag-geplatzt-schulbuchverlage-wollen-nun-praxistaugliche-rahmenbedingungen.html</guid><description>Nach monatelanger Kritik durch die Lehrerverbände haben sich die Schulbuchverlage und die...</description><category>Netzpolitik</category>
<pubDate>Tue, 08 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/24954b5b95.jpg" hspace="5" align="left" > Nach monatelanger Kritik durch die Lehrerverbände haben sich die Schulbuchverlage und die Bundesländer in Nachverhandlungen des „Gesamtvertrags zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach § 53 UrhG“ darauf verständigt, sowohl die geplante Scansoftware auf Schulcomputern, als auch die Selbsterklärungen von Schulleitern aufzugeben.&nbsp; Gerade der letzte Punkt hatte in den vergangenen Wochen die Gemüter erhitzt, nachdem in einigen Bundesländern alle Schulleiter verpflichtet worden waren, zu erklären, dass&nbsp; sich auf den Computern der Schule keine illegalen Digitalisate – sprich eingescannte Schulbuchseiten - befinden. Philologenverband, GEW und VBE hatten daraufhin die Schulleitungen und Lehrkräfte aufgefordert, diese Erklärung nicht abzugeben. &nbsp;Der Gesamtvertrag regelt den Umgang mit Kopien von Zeitungen, Schulbüchern und Noten in der Schule. Für die maximal 20 Seiten eines Schulbuches, die für eine Klasse jährlich vervielfältigt werden dürfen und für das Kopieren von Zeitungsartikeln zahlen die Bundesländer 2012 insgesamt 7,8 Millionen Euro an die Verwertungsgesellschaft Wort, die Verwertungsgesellschaft Musikedition und die Schulbuchverlage. Was sich im ersten Moment viel anhört, sind jedoch nur knapp zwei Prozent der jährlichen Ausgaben der Bundesländer für Schulbücher. Im Jahr 2011 wurden für die allgemeinbildenden Schulen Bücher für 317 Millionen Euro gekauft. Dabei sollten die kopierten Schulbuchseiten nicht mit den gekauften Schulbüchern aufgerechnet werden. Vielmehr werden die Kopien von Lehrern verwendet, um Klausuren anzureichern, Übungsaufgaben zu stellen und auf aktuelle Themen einzugehen. Bundesländer und Schulbuchverlage betonen nun einmütig, dass sie nicht nur die bestehenden Regelungen des sogenannten „Gesamtvertrages“ außer Kraft setzen, sondern im Sommer mit Gesprächen beginnen wollen, um neue Rahmenbedingungen zu setzen: „Länder und Bildungsmedienhersteller wollen den Lehrkräften professionelle pädagogische Materialien für den Unterricht anbieten und ihnen Möglichkeiten zur digitalen Nutzung von Unterrichtswerken und -materialien geben.“ Wie der Verband der Bildungsmedien, vormals VdS, erklärte, &nbsp;soll diese Lösung&nbsp; „rechtliche Vorgaben bei der Nutzung analoger und digitaler Materialien vereinfachen, um insbesondere Medienbrüche im Unterricht zu vermeiden; alltagstauglich und praxisorientiert sein; Rechtekontrollen überflüssig machen; Rechtssicherheit für Lehrkräfte und Schulen schaffen; die Rechte der Autoren und Verlage sichern.“Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes Heinz-Peter Meidinger begrüßt diesen Schwenk, denn der Computer „ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil eines auf moderne Medien gestützten Schulbetriebs“. Sollten sich alle Beteiligten auf eine Gleichbehandlung von kopierten und eingescannten Schulbuchseiten einigen können, würde dies letztlich der Realität an den Schulen Rechnung tragen, so Meidinger. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Marianne Demmer fordert die Länder auf, ihre Lehrmitteletats und Mittel für Rechteabgeltungen so aufzustocken, dass „die Lehrkräfte ihre pädagogischen Aufgaben in einem rechtssicheren Rahmen erfüllen könnten“. Konkret bedeutet dies mehr Geld für die Schulbuchverlage und dafür eine Legalisierung der eingescannten Schulbuchseiten.Die GEW fordert außerdem, dass die Kultusministerkonferenz ein Expertengremium „Digitale Lehr- und Lernmaterialien“ einrichten soll, das Vorschläge für eine von den Verlagen unabhängige Internet-Plattform für qualitätsgeprüfte Lehr- und Lernmaterialien entwickelt. „Hierfür bieten wir unsere Mitarbeit und Unterstützung an“, betont Marianne Demmer. Diese Unterstützung wird auf Seiten der Kultusministerien dankbar angenommen, so sollen „die von den Gesprächspartnern entwickelten Vorschläge insbesondere auch mit den Lehrerverbänden diskutiert werden“.]]></content:encoded></item><item>
<title>Bayern macht Dampf beim Breitbandausbau</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/bayern-macht-dampf-beim-breitbauausbau.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/bayern-macht-dampf-beim-breitbauausbau.html</guid><description>Eine Mindestbandbreite von 50 Mbit/s für jede interessierte bayerische Gemeinde, das ist das Ziel...</description><category>Technik</category>
<pubDate>Mon, 07 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/e49a420964.jpg" hspace="5" align="left" > Eine Mindestbandbreite von 50 Mbit/s für jede interessierte bayerische Gemeinde, das ist das Ziel des kürzlich vom Kabinett Seehofer beschlossenen freiwilligen Breitbandförderprogramms. Damit macht Bayern Dampf beim Ausbau des schnellen Breitband-Internets und bringt den Bund sowie die Länder in Zugzwang. Doch es gibt auch Kritik: So werde ein zu großer Fokus auf Gewerbe- und Kumulationsgebiete und ein zu geringer Fokus auf kommunale Einrichtungen wie Verwaltung und Schulen gelegt. Gibt Brüssel grünes Licht, kann es noch Mitte 2012 losgehen, dann nämlich können die Kommunen entsprechende Fördermittel beantragen. Das Förderprogramm soll jeder Kommune die Möglichkeit bieten, eine Förderung von maximal 500.000 Euro bei der jeweiligen Bezirksregierung einzureichen.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei der Umsetzung dieses Infrastrukturprogramms setzt der Freistaat auf einen Breitband-Technologiemix aus Glasfaser, TV-Kabel-DSL und Funk, denn eine vollständige Erschließung mit Glaserfaser ist, aufgrund geschätzter Kosten von rund 20 Milliarden Euro, nicht umsetzbar. Da nicht alle Kommunen gleichermaßen stark gefördert werden können, gibt es Kriterien für eine Vorabauswahl. Vorgesehen ist, dass „Räume mit besonderem Handlungsbedarf“ einen Fördersatz von 80 Prozent erhalten. Die konkrete Förderhöhe der übrigen Regionen, orientiert sich an der Finanzkraft der jeweiligen Kommune. Auch Bandbreiten unterhalb der 50 Mbit/s-Grenze sind förderfähig, sodass auch Regionen profitieren können, bei denen die angepeilte Bandbreite nicht erreicht werden kann.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Für dieses Jahr hat das Kabinett bereits zusätzliche 100 Millionen Euro für Förderprojekte im Nachtragshaushalt gebilligt. Zudem besteht Einigkeit darüber, „dass auch im Doppelhaushalt 2013/2014 und in den Folgejahren eine kraftvolle Ausstattung notwendig ist.“ Eine Sprecherin des Bayerischen Wirtschaftsministeriums äußerte gegenüber DIGITAL LERNEN, dass Bayern damit „das Bundesland mit den meisten Fördergeldern im Bereich Breitbandausbau“ ist. Trotz Kritik an der Schwerpunktsetzung des Förderprogramms - so wird beispielsweise der Anschluss von kommunalen Einrichtungen wie Schulen und der Verwaltung an das ultraschnelle Breitband-Internet nicht vorrangig vorangetrieben, sondern in einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei vom 26.04.2012 lediglich „als erwünschter Nebeneffekt“ des Förderprogramms bezeichnet- wird das Programm auch von den kommunalen Spitzenverbänden grundsätzlich begrüßt. Michael Sturm, Referent beim Bayerischen Landkreistag, bescheinigt Bayern mit seinen Anstrengungen um eine flächendeckende Breitband-Versorgung einen um „Lichtjahre“ weiten Vorsprung gegenüber den&nbsp; anderen Bundesländern. Die Entscheidung des Freistaates Bayern, den Breitbandausbau nun deutlich stärker zu fördern, ist auch vor dem Hintergrund der Breitbandstrategie der Bundesregierung zu sehen, die eine vollständige Versorgung der deutschen Haushalte mit einer Bandbreite von 50 Mbit/s bis zum Jahr 2018 vorsieht. Aus dem Bayerischen Staatsministerium heißt es in diesem Zusammenhang, dass die Anstrengungen beim Breitband-Ausbau auf Bundesebene noch weiter verstärkt werden müssten, um dieses Ziel erreichen zu können. In Bayern möchte man indessen „als Wirtschaftsstandort nicht ins Hintertreffen geraten“, heißt es aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium. ]]></content:encoded></item><item>
<title>Logineo beginnt Pilotphase in 60 deutschen Schulen </title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/logineo-beginnt-pilotphase-in-60-deutschen-schulen.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/logineo-beginnt-pilotphase-in-60-deutschen-schulen.html</guid><description>Im Juni ist es soweit. Erstmals erhalten 60 Schulen in Deutschland mit Logineo ein offenes...</description><category>Technik</category>
<pubDate>Fri, 04 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/2580747c41.jpg" hspace="5" align="left" > Im Juni ist es soweit. Erstmals erhalten 60 Schulen in Deutschland mit Logineo ein offenes Basis-System zur Verwaltung von Dokumenten und Medien. Damit hat jede Schule, unabhängig von der konkreten Schulform, eine Anzahl von Grundfunktion, wie beispielsweise ein Single-sign-on und zentrale Datensicherung oder die Kommunikation und den Datenaustausch mit anderen Schulen. Logineo ist jedoch keine Lernplattform, vielmehr ermöglicht sie neben den Grundfunktionen, das Zuschalten jeder beliebigen Lernplattform und wahrt damit das Wahlmöglichkeit der Schulen hinsichtlich weiterer Hard- und Softwarekomponenten&nbsp; Schon im kommenden Herbst ist dann der Rollout über den Pilotbereich hinaus geplant. Drei regionale Anbieter aus dem Rheinland haben sich für das Projekt zusammengeschlossen: der IT-Dienstleister des Landschaftsverbandes Rheinland LVR-InfoKom, das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein in Kamp-Lintfort und der IT-Dienstleister regio IT aus Aachen. Das Portal bietet zunächst Grundfunktionen, die nach Bedarf erweitert werden können. Zur Basis gehören beispielsweise das Dokumentenmanagement, eine zentrale Kalenderdarstellung, das Verwalten von E-Mail-Accounts und die Medien-Distribution. Die Erweiterungen umfassen etwa die Stundenplanung, die Essensbestellung, die Ressourcenverwaltung sowie optional verschiedene Lernplattformen. Logineo fungiert dabei als Zentrale. Über das System kann auf die einzelnen Module zugegriffen werden, die nicht nur einzeln abrufbar sind, sondern ineinander greifen. Frank Beermann, Vertriebsleiter bei LVR-InfoKom, beschreibt es so: „Die Systeme sind nicht nur einfach eingehängt, wir bemühen uns um eine größtmögliche Integration. So finden wir z.B. den Stundenplan oder auch die Termine aus den LMS im zentralen Kalender auf Wunsch wieder.“Auch die Kommunikation zwischen den Schulen ist möglich. Laufen etwa im Bereich eines Schulträgers in verschiedenen Schulen unterschiedliche Lernplattformen, kann Logineo als verbindender Standard genutzt werden, über den die Schulen kommunizieren und Daten tauschen. Logineo fügt sich dabei als neutrales System ein. „Wenn sich z.B. eine Schule seit Jahren mit dem Thema moodle beschäftigt, ist dies aus unserer Sicht gut und zu unterstützen. Warum dieser Schule aber nicht auch die Möglichkeit der Integration weiterer Systeme bieten?“, so Beermann weiter. In diesem Sinn will der Anbieter Schulen einen Mehrwert zur Verfügung stellen und sie bei der Schulentwicklung hin zu digitalen Medien begleiten. Logineo will nicht ersetzen, sondern ergänzen –&nbsp; eine nicht zu unterschätzende Abgrenzung zu manch anderen Unternehmen, die den Schulen geschlossene Lösungen anbieten, die keine Integration anderer Lösungen ermöglichen.Angesprochen sind gleichermaßen Schulen, deren Digitalisierung schon in den Schulentwicklungsplan implementiert ist, und Neulinge im Bereich der digitalen Medien. Ihnen könne ein funktionierendes Gesamtsystem und Releasesicherheit geboten werden. Vorteile hat das Projekt für beide Zielgruppen: Um die Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes muss sich die Schule nicht kümmern. Denn die Daten liegen in der Cloud – sie werden extern in den kommunalen Hochsicherheitsrechenzentren der drei Anbieter zentral gespeichert, mehrfach gesichert und web-basiert zur Verfügung gestellt.Der Anbieter will mit dem System „das Arbeiten mit neuen Medien im Unterricht in den einzelnen Fächern als Werkzeug verankern.“ Auf didaktischer Ebene gehörten künftig digitale Medien so selbstverständlich zum Schulalltag wie heute die Tafel. Auf der Ebene der Datensicherheit und des Datenschutzes sieht man Clouddienstleistungen in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Damit werden&nbsp; die kulturellen Praktiken der nachwachsenden Generation berücksichtigt, die die digitalen Medien „zur Recherche, Kommunikation, Kollaboration, etc.“ nutzten. „Schule in Deutschland hinkt da in der Fläche –leider- noch größtenteils hinterher“, sagt Beermann. Das Projekt Logineo will das ändern und bietet den Schulen die IT-Bedingungen für eine breit angelegte und fest verankerte Medienerziehung. Damit reagiert es auf einen Bedarf, den auch der KMK-Beschluss im März zur „Medienbildung in der Schule“ betont hat: es sei wichtig, „die Voraussetzungen für eine umfassende, alle Fächer einbeziehende Medienbildung in der Schule zu schaffen. Diese Handlungsfelder stehen in enger Wechselwirkung zueinander.“ Die KMK fordert daher eine ganzheitliche und vernetzte Strategie zur nachhaltigen Förderung der Medienbildung in der Schule.]]></content:encoded></item><item>
<title>&quot;Das Kindeswohl hat höchste Priorität&quot; Interview mit Ober- kirchenrat Markus Bräuer</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/evangelische-kirche-das-kindeswohl-hat-hoechste-prioritaet-interview-mit-oberkirchenrat-markus-br.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/evangelische-kirche-das-kindeswohl-hat-hoechste-prioritaet-interview-mit-oberkirchenrat-markus-br.html</guid><description>Mit der zunehmenden Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen wachsen die Herausforderungen des...</description><category>Netzpolitik</category>
<pubDate>Thu, 03 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/8247bb97ea.jpg" hspace="5" align="left" >
<p style="line-height: 150%;">Mit der zunehmenden Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen wachsen die Herausforderungen des Jugendmedienschutzes ständig. Während Eltern früher ihre Kinder problemlos vor den Jugendgefährdungen in Kino und Fernsehen geschützt haben, sieht dies im Internet anders aus. Über die Veranwortung von Eltern und Kirche sprach DIGITAL LERNEN mit dem Medienbeauftragten der Evangelichen Kirche in Deutschland, Oberkirchenrat Markus Bräuer.</p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Herr Bräuer, ist das Internet aus Ihrer Sicht eher eine Gefahr oder eher eine Chance für das soziale Miteinander von Jugendlichen?</b></p>
<p style="line-height: 150%;">Das Internet kann eine großartige Ergänzung für das soziale Miteinander sein. Es sollte jedoch nicht so weit kommen, dass ein Teenager seiner Mutter sagt, er wolle nicht vor die Tür gehen, denn „wenn ich raus gehe, verliere ich alle meine sozialen Kontakte.“ Für das Fernsehen heißt es zu Recht, die Klugen werden klüger und die Dummen dümmer, und so verhält es sich auch mit dem Internet. Es kommt auf das rechte Maß der Dauer und auf den Inhalt der aufgerufenen Seiten an. </p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Erst vor wenigen Tagen berichtete ZEITonline, dass möglicherweise bis zu 30 Prozent des Datenstroms im Internet Pornografie sei. Gleichzeitig sind die Jugendlichen in Deutschland laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aufgeklärter denn je und gehen verantwortungsvoll mit ihrer Sexualität um. Müssen wir uns also keine Sorgen machen?</b></p>
<p style="line-height: 150%;">Das Ergebnis dieser Studie, dass Jugendliche sehr verantwortungsvoll mit ihrer Sexualität umgehen, ist sehr erfreulich. Dort, wo Kinder und Jugendliche auf gute und belastbare soziale Verhältnisse in Elternhaus, Schule und Freundeskreis treffen und kritisch über pornographische Inhalte gesprochen wird, werden sich Kinder und Jugendliche nicht an Pornographie orientieren, auch wenn sie sie leichter wahrnehmen können als vor zwanzig Jahren. Das entbindet aber weder Eltern noch Lehrer&nbsp; von der Verantwortung. Erstens leben nicht alle Kinder und Jugendliche in sozial sicheren Verhältnissen. Und zweitens ist die technische Entwicklung so rasant, dass auch Erwachsene gefordert sind, ständig zu lernen, um zu wissen, was im Internet möglich ist, womit Kinder in Berührung kommen können und worüber gesprochen werden muss. </p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Was kann ein früher Konsum von jugendgefährdenden und entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten Ihrer Meinung nach bei Kindern bzw. bei Jugendlichen anrichten?</b></p>
<p style="line-height: 150%;">Jugendgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte können Kinder seelisch verletzen&nbsp; und ihnen die nötige Orientierung nehmen. Dazu zählt für mich zum Beispiel die Darstellung von Sexualität, die nicht gefühlsbejahend ein Ausdruck wechselseitiger Wertschätzung ist, sondern Menschen auf entwürdigende Art zu sexuell willfährigen Objekten degradiert. Kinder und Jugendliche müssen das nicht sehen und es muss Erwachsene geben, die Kinder davor schützen. Kinder brauchen positive Vorbilder. Solange Kinder und Jugendliche nicht urteilssicher sind, welches Verhalten in Partnerschaft und Sexualität angemessen ist, dem Zusammenleben gut tut und der Würde eines Menschen entspricht, werden sie sich sonst an Darstellern orientieren, die ihnen im Film, im Computerspiel oder im Internet begegnen. </p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Ab welchem Alter können Kinder Ihrer Auffassung nach unbeaufsichtigt und ohne Internetfilter im Internet surfen?</b></p>
<p style="line-height: 150%;">Das hängt natürlich von der Reife des Kindes ab. Vor dem 14. Lebensjahr würde ich Eltern zu Filterprogrammen raten. Kinder im Grundschulalter sollten nur eine begrenzte Zeit am Tag am Computer und im Internet verbringen. Kindergerechte Internetsuchmaschinen wie blinde-kuh.de oder fragfinn.de 
<link http://www.blinde-kuh.de/ - - "Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder"></link>
sind eine gute Alternative zu Google. </p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Wie gut ist es um den Jugendmedienschutz in Deutschland bestellt? </b></p>
<p style="line-height: 150%;">Der Jugendmedienschutz hat aus der Sicht der evangelischen Kirche eine bedeutende Aufgabe. Die Würde eines jeden Menschen ist ein Geschenk Gottes. Mit diesem Geschenk verantwortungsvoll umzugehen stellt uns aber auch vor die Aufgabe, Kinder vor Inhalten zu schützen, die ihre Entwicklung stören und ihre Seele verletzen könnten. Das Kindeswohl hat höchste Priorität. Auch im Bereich des institutionalisierten Jugendmedienschutzes gibt es noch viel zu tun: Ich halte es für dringend geboten, den Jugendmedienschutz in Deutschland mit entsprechenden Symbolen und Labels so zu gestalten, dass Eltern und Großeltern wie Lehrer wesentlich einfacher erkennen, was die einzelnen Prüfsiegel bedeuten. Denn wer macht sich klar, dass das FSK-Siegel mit der Altersangabe auf der DVD über die Jugendgefährdung des Films Auskunft gibt, aber&nbsp; keine pädagogische Empfehlung ist? Es ist leichter, einen Kühlschrank zu kaufen und sich über die Energieeffizienzklassen zu informieren als Eltern zu vermitteln, wie der Jugendmedienschutz organisiert ist. Und auch viele Jugendschutzprogramme für den Computer sind nicht ausgereift, so lange nicht Apple ebenso einbezogen wird wie Windows-Rechner und mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. </p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Welche Aufgaben fallen den Eltern und welche den Schulen im Rahmen der Medienkompetenzerziehung und des Jugendmedienschutzes zu?</b></p>
<p style="line-height: 150%;">Eltern haben die Aufgabe, sich auch dann für das Internetverhalten ihrer Kinder zu interessieren, wenn sie sich selbst mehr für Fußball oder Kunst begeistern können. Nicht abzuwehren, was Kinder interessiert, sondern zu erspüren, welche Faszination von einem Computerspiel für Kinder ausgehen kann, gehört zu den elterlichen Pflichten. Und dann in ein Gespräch einzutreten und zu fragen, ob die Gewalt aus Sicht der Täter oder der Opfer gezeigt wird, ob möglicherweise Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihres Glaubens verhöhnt oder diskriminiert werden. Schwieriger ist es schon mit pornographischen Inhalten. Sexualität und Pornographie sind im Gespräch zwischen Eltern und Kindern ein oft schambesetztes und daher tabuisiertes Thema. Deshalb sollten Schulen und Kirchengemeinden mit entsprechenden Medienpaketen und gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern hier tätig werden. Wir haben eine so rasante Entwicklung des Internets. Deshalb muss die fächerübergreifende Vermittlung von Medienkompetenz und Urteilssicherheit mit der technischen Entwicklung Schritt halten. Es wäre bedauerlich, wenn Lehrpläne und Unterrichtsinhalte aus einer Zeit stammten, als wir eine elektronische Schreibmaschine mit einem LCD-Display für den Stand der Technik hielten. </p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Was tut die Evangelische Medienarbeit dafür, um dieses Defizit auszugleichen?</b></p>
<p style="line-height: 150%;">Gemeinsam mit der Kommission Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung werden wir am 22. Januar 2013 in München eine interdisziplinär angelegte Fachtagung zum Thema „Jugendschutz, Sexualaufklärung, Medienpädagogik und Ethik im Zeitalter der sexualisierten Medien“ veranstalten, die sich nicht an Verboten, sondern an Werten orientiert und zur Medienkompetenz beitragen soll. Die Fachtagung richtet sich an Lehrer, Journalisten, Pfarrer. Und wenn die gemeinsame Finanzierung gelingt, werden wir ein umfangsreiches Medienpaket zu Internet und Pornographie erarbeiten lassen, das dann Schulen wie Kirchengemeinden zur Verfügung stehen wird.</p>
<p style="line-height: 150%;"><b>Und was tun Sie heute schon, damit in den Kirchengemeinden die Themen Medienkompetenz und Jugendmedienschutz behandelt werden?</b></p>
<p style="line-height: 150%;">Die Evangelische Kirche in Deutschland organisiert seit vielen Jahren als eine der größten gesellschaftlichen Gruppen Jugendmedienschutzveranstaltungen gemeinsam mit dem ZDF, der ARD und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz oder der Kommission Jugendmedienschutz, publiziert die Ergebnisse und trägt sie in Schulen und Kirchengemeinden.&nbsp; Da es uns darauf ankommt, möglichst viele Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und Familien zu erreichen, halten wir eine Bündelung der Kräfte für sinnvoll. Deshalb arbeiten wir mit den Gruppen zusammen, die das gleiche Anliegen haben. Der „Erfurter Netcode“ oder „Ein Netz für Kinder“ sind zwei Initiativen mit guten Beispielen für einen sicheren Internetraum für Kinder, an denen die evangelische Kirche aktiv beteiligt ist. Fortbildungsveranstaltungen für Religionslehrer und Pfarrer ergänzen das Angebot. </p>
<p style="line-height: 150%;"></p>
<p style="line-height: 150%;">Das Interview führte Sascha Steuer.</p>
]]></content:encoded></item><item>
<title>Facebook – Immer mehr Nutzer trotz schlechten Datenschutzes</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/facebook-immer-mehr-nutzer-trotz-schlechten-datenschutzes.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/facebook-immer-mehr-nutzer-trotz-schlechten-datenschutzes.html</guid><description>Carola Elbrecht ist eine sympathische junge Frau, doch in ihrem Kampf für die Durchsetzung des...</description><category>Jugendmedienschutz</category>
<pubDate>Wed, 02 May 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/27f07120ca.jpg" hspace="5" align="left" > Carola Elbrecht ist eine sympathische junge Frau, doch in ihrem Kampf für die Durchsetzung des Datenschutzes in Sozialen Netzwerken kennt sie kein Pardon. Gemeinsam mit ihrem Projektteam des Verbraucherzentrale Bundesverbandes strengte sie eine Klage gegen Facebook vor dem Berliner&nbsp; Landgericht an, die die Verbraucherschützer in erster Instanz gewannen. Aber es bleibt ein ungleicher Kampf zwischen David und Goliath, denn Facebook konterte prompt, legte Widerspruch ein und schob gleich noch eine zweifelhafte Änderungsankündigung seiner Datenschutzbedingungen hinterher. 35.000 Facebook-Nutzer legten gegen die Änderungsankündigung Protest ein. Auf den ersten Blick eine stolze Zahl, doch angesichts der wachsenden Nutzerzahl, ein verschwindend geringer Anteil. Das Marktforschungs-Unternehmen comScore ermittelte für Februar 2012, über 37 Millionen „Unique User“ auf der deutschen Facebook-Website. „Unique User“ sind die Besucher eines Online-Angebots, bereinigt von Mehrfachseitenaufrufen. Alle anderen Sozialen Netzwerke liegen weit abgeschlagen dahinter. Die VZ Netzwerke, einst der Branchenprimus auf dem deutschen Social Media Markt, können mit 8 Millionen „Unique Usern“ nur noch ein Viertel der Besucherzahlen von Facebook vorweisen. Twitter und Google + positionierten sich derzeit noch dahinter, Trends weisen jedoch die Richtung, nach der die beiden Netzwerke in Zukunft weiter an Boden gewinnen werden.Offensichtlich ist Facebook attraktiv, egal was es beim Datenschutz macht. In Puncto Datenschutz geben sich andere Anbieter zweifelsohne mehr Mühe. So hatte es in den vergangen zwei Jahren eine regelrechte Offensive der VZ Netzwerke für mehr Datenschutz und mehr Nutzerrechten gegeben. Dies war sicher auch mit der Hoffnung verbunden, sich damit gegenüber anderen Sozialen Netzwerken profilieren zu können. Und tatsächlich machen VZ Netzwerke im Hinblick auf den Datenschutz und die Datensicherheit vieles anders und einiges besser als Facebook. So sind beispielsweise die VZ Nutzerprofile nicht ohne weiteres über Suchmaschinen auffindbar, während Facebook-Nutzer bei einer Namensuche im Internet gemeinsam mit anderen Suchergebnissen angezeigt werden. Und auch in Sachen Datenverwertung der Nutzer werben die VZ Netzwerke mit einer strengen Wahrung der Datensicherheit, da keine Mitgliedsdaten an Drittanbieter weitergegeben werden. Ein Punkt, der bei anderen Anbietern weniger transparent gehandhabt wird. Das verwundert nicht, sind die Datenprofile der Nutzer doch der eigentliche Reichtum und der Grund für den raketenhaften Aufstieg von Facebook und vielen anderen Sozialen Netzwerken. &nbsp;Da insbesondere jüngere Nutzer häufig zu freizügig mit Ihren persönlichen Daten umgehen oder sich den Auswirkungen ihrer Aktiviten in Sozialen Netzwerken häufig nur unzureichend bewusst sind, rät Sascha Wechsung, Jugendschutzbeauftragter der VZ Netzwerke: „Eltern sollten sich das Soziale Netzwerk, in dem ihre Kinder sich anmelden wollen, vorher ansehen und darauf achten, dass Datenschutz, Privatsphäre und Jugendschutz durch den Anbieter adäquat gewährleitet werden.“]]></content:encoded></item><item>
<title>Niedersachsen setzt flächendeckend Eltern-Medien-Trainer ein</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/niedersachsen-setzt-flaechendeckend-eltern-medien-trainer-ein.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/niedersachsen-setzt-flaechendeckend-eltern-medien-trainer-ein.html</guid><description>Die Familie ist der Ort, an dem Kinder und Jugendliche von klein auf den Umgang mit Medien...</description><category>Jugendmedienschutz</category>
<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 09:42:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/010da78d78.gif" hspace="5" align="left" > Die Familie ist der Ort, an dem Kinder und Jugendliche von klein auf den Umgang mit Medien erlernen. Hier wird täglich erfahren, wie die Eltern und Geschwister Medien nutzen und zu welchen Gelegenheiten zum Beispiel Hörspiele oder Kindersendungen eingesetzt werden. Eltern fühlen sich oft überfordert in ihren Bemühungen, ihr Kind einerseits zu fördern und an Medien heran zu führen, andererseits aber auch im Umgang mit Medien Grenzen zu setzen. Denn neben Unterhaltung, Information und Kommunikation werden auch jugendgefährdende Inhalte transportiert und kann auch die Dauer des Medienkonsums zum Problem werden. Um darauf adäquat reagieren zu können, sind neben der Kenntnis von Medieninhalten auch Informationen über deren Bedeutung für die Entwicklung von Mädchen und Jungen wichtig. <b>Stärkung der Medienkompetenz in Familien</b>Vor diesem Hintergrund hielten es 2006 die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) und das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration (MS) für erforderlich, zur Stärkung der Medienkompetenz in Familien flächendeckend Elternkurse anzubieten. In diesen Kursen können Mütter und Väter ihre Kenntnisse über aktuelle Medienthemen erweitern und Hilfestellungen für den Umgang mit Medien in der Erziehung bekommen. Durchgeführt werden diese Elternabende oder Elternkurse durch besonders ausgebildete Multiplikatoren, die durch die Fortbildung der LJS als Eltern-Medien-Trainer zertifiziert werden.Ziel dieser Fortbildung ist es, in vier Wochenendseminaren Pädagogen in die Lage zu versetzen mit Eltern zu den Themen Fernsehen, Internet, Computerspiele, Handy und Werbung zu arbeiten. An den acht Seminartagen werden Informationen zu Medieninhalten, Medienwirkungen und Jugendschutz vermittelt. Im Zentrum stehen Vorträge anerkannter Referentinnen und Referenten aus Wissenschaften und Forschung wie: Kommunikations- und Medienwissenschaften, Psychologie, Pädagogik, Jugendschutzeinrichtungen und Selbstkontrollen des Jugendmedienschutzes. <b>Exemplarisches Lernen</b>Die Themen der Vorträge werden in Kleingruppenarbeit anhand von Fallbeispielen oder Rollenspielen aufbereitet. Die Arbeit erfolgt nach der Methode des exemplarischen Lernens. Damit soll den Fortbildungsteilnehmern in der Kürze der Zeit ein Handwerkszeug mitgegeben werden, mit dem sie - ausgehend von ihren praktischen Erfahrungen mit Medieninhalten und Fragestellungen der Wirkungsweisen - auf ähnlich gelagerte Inhalte oder Problemstellungen aufgrund eigener Erfahrungen antworten können. Das Sichten und Ausprobieren von Medien wie z.B. Fernsehsendungen, die Kinder und Jugendliche favorisieren, das Bewerten von Internetseiten für Kinder, das Ausprobieren von Computerspielen und sozialen Netzwerken wie facebook oder die Analyse von Werbung sind daher wichtige Bestandteile der Fortbildung. Dadurch gelingt der Transfer zum Medienumgang der Kinder und Jugendlichen. Die Teilnehmer bekommen so die Möglichkeit, eigene Einstellungen zu entwickeln, denn es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ bzw. Patentrezepte in der Medienerziehung. Ein reflektierter Umgang ist für Pädagogen ebenso wichtig wie für Eltern oder Kinder und Jugendliche. Die Themen eines jeden Bausteins wurden zu Beginn des nächsten noch einmal aufgegriffen, um etwaige Fragen klären zu können. Flankierend zu den Bausteinen wurden aktuelle Texte oder Studien zur Vor- bzw. Nachbereitung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die Eltern-Medien-Trainer mit Methoden vertraut gemacht Eltern gezielt zu schulen und sie beim Umgang mit den verschiedenen Medien im Familienleben zu unterstützen. Denn Eltern sind in der Erziehung gefordert, bei ihren Kindern die Grundlagen für einen reflektierten Umgang mit Medien zu legen. <b>Was guckt ihr Kind? - Medienpädagogische Arbeit mit Migranteneltern</b>Eltern mit Migrationshintergrund werden nur sehr schwer von herkömmlichen Elternkursen erreicht. Die Inhalte sind meist zu komplex und sprachlich zu schwierig gestaltet. Niedrigschwellige Angebote sind notwendig, um diejenigen Eltern zu erreichen, die Interesse für die Medienerziehung ihrer Kinder haben, sich aber mit den Ansprüchen der deutschen Kultur, insbesondere der Erziehungsstile, nicht auskennen. Dies zum Anlass nehmend hat die Landestelle Jugendschutz über 50 Eltern-Medien-Trainer für die medienpädagogische Migrantenelternarbeit fortgebildet. Mit einfachen Methoden wollen die pädagogischen Fachkräfte Eltern selbst zum Sprechen bringen und mit ihnen Ideen für einen verbesserten Medienumgang in der Familie besprechen. Diese Eltern-Medien-Trainer stehen für die medienpädagogische Arbeit kostenlos zur Verfügung.<b>Zertifizierte Fortbildung</b>Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten nach dem erfolgreichen Abschluss der Fortbildung ein Zertifikat als Eltern-Medien-Trainer. Dazu bekommen sie eine Materialiensammlung, die eine Grundlage für die Gestaltung der nachfolgenden Arbeit mit den Eltern bildet. <b>Nachhaltigkeit und Netzwerk Medienkompetenz</b>Ein Bestandteil der Eltern-Medien-Trainer Fortbildung sind regionale Treffen, die die Landesstelle Jugendschutz fortlaufend anbietet, bei denen aktuelle medienpädagogische Themen vorgestellt und diskutiert werden. Auch die Arbeitsmaterialien der Eltern-Medien-Trainer werden dadurch ergänzt und aktualisiert. Die regionalen Treffen dienen auch dem Austausch und der Vernetzung der Teilnehmer der verschiedenen Durchgänge. Die Eltern-Medien-Trainer Fortbildung für pädagogische Fachkräfte wurde 2006 mit 25 Personen begonnen. Bis heute wurden 144 Eltern-Medien-Trainer zertifiziert, die im Land gleichmäßig verteilt und gut vernetzt sind. Nach 5-jähriger Fortbildungszeit wurden im vergangenen Jahr alle Teilnehmende befragt, ob sie nach wie vor als Referenten für die medienpädagogische Elternarbeit zur Verfügung stehen. Einige sind in andere Bundesländer verzogen oder haben ihr berufliches Umfeld geändert. Es stehen aktuell 108 Eltern-Medien-Trainer in Niedersachsen zur Verfügung.&nbsp;Gastautorinnen: Andrea Urban und Eva Hanel]]></content:encoded></item><item>
<title>Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sollen sich selbst überprüfen</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/schulen-in-mecklenburg-vorpommern-sollen-sich-selbst-ueberpruefen.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/schulen-in-mecklenburg-vorpommern-sollen-sich-selbst-ueberpruefen.html</guid><description>Nach der Vorlage der Untersuchung zur Medienbildung an ausgewählten Schulen in...</description><category>Schulpraxis</category>
<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 09:10:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/cbd5c3f500.png" hspace="5" align="left" > Nach der Vorlage der Untersuchung zur Medienbildung an ausgewählten Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, startet nun die Selbstevaluationsphase. Die Schulen sind aufgerufen mit Hilfe eines Fragebogens ihre Stärken und Schwächen zu analysieren und vergleichbar zu machen. Der Fragebogen steht im Internet offen zum Download zur Verfügung. Die Selbstevaluation soll die Qualitätsentwicklung auf allen Ebenen der Schule unterstützen und so&nbsp; den Unterricht, die Organisation und die Personalentwicklung verbessern helfen. Das Konzept unterscheidet dazu sieben zentrale Qualitätsbereiche: Schulisches Lernen, Transparenz, Kooperation, Steuerung und Organisation, Qualifikation, Schulprogramm, Rahmenbedingungen. Für die Bereiche wurde jeweils ein anschaulicher Leitsatz entwickelt, der ein zeitgemäßes Medienbildungsziel formuliert. Wie nahe die Schule diesem Ziel bereits ist, kann mit den Indikatoren überprüft werden. Der Leitsatz zum schulischen Lernen lautet: „Schülerinnen und Schüler können beim Lernen selbstbestimmt und verantwortungsbewusst mit Medien und Medientechnik umgehen und nutzen diese zur Umsetzung von Lernzielen.“ Ob diese Aussage für die Schule zutrifft, wird anhand von Indikatoren überprüft, darunter etwa: „Das Lernen basiert auf schülerbezogenen Lernkonzepten, die die vielfältige Nutzung unterschiedlichster Medien ermöglichen.“ Oder: „Der kritische und reflexive Umgang mit Medien wird vom pädagogischen Personal als Bildungs- und Erziehungsaufgabe erkannt und angenommen und ist immanenter Bestandteil des lernbegleitenden Handelns.“ Ja oder Nein? Auch der IT-Infrastruktur der Schule ist ein eigener Leitsatz gewidmet: „Die Schule verfügt über geeignete Rahmenbedingungen und Ressourcen für die Umsetzung von Lernarrangements mit und über Medien.“ Ein Indikator dafür ist: „Ein zeit- und ortsunabhängiger Zugang zu Inhalten und Ergebnissen wird barrierefrei gewährleistet.“ Ja oder Nein?
<p style="text-align: justify; ">Die Leitsätze dienen den Schulen als Orientierungsrahmen. Sie können damit strukturiert analysieren, auf welchem Medienentwicklungsstand sie sich befinden und wo weitere Verbesserungen ansetzen müssen. Dieser Rahmen soll nach der Projektphase allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehen. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, aus der Selbstevaluation den konkreten Fortbildungsbedarf der Lehrer ableiten zu können. Medienbildung soll so „als mehrdimensionale pädagogische Zielgröße und Schlüsselkompetenz der Gegenwart“ in den Schulen umgesetzt werden. Nicht zuletzt sollen die Schulen auch die Leitthemen und Aufgaben des Rahmenplans „Medienerziehung“ des Landes schulspezifisch umsetzen und ihre Ergebnisse dokumentieren können.</p>
<p style="text-align: justify; ">Das&nbsp;Selbstevaluationsinstrument wird in einem neuen Schulversuch mit 16 Versuchsschulen&nbsp;unter steiger fachlicher Begleitung und Beratung erprobt. Dies hat zum einen den Zweck, dabei die Selbtsevaluation selbst als Instrument zu untersuchen und&nbsp;anzupassen und zum zweiten, die Schulen aktiv bei ihrer Entwicklung zu unterstützen.</p>
Die Idee der &nbsp;Selbstevaluation der Schulen leitet sich aus dem Konzept der selbständigen Schule ab. Die Schule hat dabei weitgehende Freiheiten bzgl. des Unterrichts, der Medien und Inhalte um ein vorgegebenes Bildungsziel zu erreichen. In diesem Rahmen soll der Schüler Regisseur seines eigenen Lernprozesses sein, der Lehrer nimmt in diesem Konzept zunehmend eine Moderatorenfunktion ein. Die Autoren vergessen jedoch auch nicht das Ideal einer allgemeinen Bildung: man findet zentrale Gedanken der Aufklärung wieder, und auch Humboldts Idee der individuellen Kräfteentfaltung klingt im Vorwort an. Das Verbinden dieser beiden Perspektiven ist wichtig. Das Lernen in Selbststeuerung und digitalen Medien muss in diesem Sinn von Lehrern begleitet werden, die den Schülern dabei helfen, erworbene Kompetenzen in Bildung umzuwandeln und so den Weg von zweckgebundenen Kenntnissen zum lebensweltlichen Orientierungswissen zu gehen. ]]></content:encoded></item><item>
<title>Die Hälfte der Lehrer fühlt sich schlecht ausgebildet</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/die-haelfte-der-lehrer-fuehlt-sich-schlecht-ausgebildet.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/die-haelfte-der-lehrer-fuehlt-sich-schlecht-ausgebildet.html</guid><description>Jeder zweite Lehrer fühlt sich durch das Lehramtsstudium nicht gut auf die Berufspraxis...</description><category>Studien</category>
<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 13:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/2e7ceac7fa.jpg" hspace="5" align="left" > Jeder zweite Lehrer fühlt sich durch das Lehramtsstudium nicht gut auf die Berufspraxis vorbereitet, jeder fünfte Lehrer empfand den Berufseinstieg gar als Schock. Für die repräsentative Umfrage im Auftrag der Vodafone Stiftung sprach das Institut für Demoskopie Allensbach deutschlandweit mit rund 1.700 Lehrerinnen und Lehrern und rund 350 Eltern von schulpflichtigen Kindern. Am härtesten trifft es die Junglehrer, von ihnen fühlen sich 62 Prozent schlecht auf den Beruf vorbereitet. Ein Grund für die Probleme sei die zunehmende Leistungsspreizung der Schüler, denen die Lehrer gerecht werden müssen. Insgesamt würde im Studium der angemessene Umgang mit den Schülern zu kurz kommen. Die Lehrer beklagen daher die Motivationslosigkeit und Disziplinlosigkeit der Schüler, die sich immer weiter verschlechtere. Wiederholt zeigt sich auch in dieser Umfrage, dass sich Lehrer und Eltern gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben, denn auch die Eltern sind der Auffassung, dass die Lehrer zu lasch mit den Schülern umgingen.Neben den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler kritisieren die befragten Lehrer vor allem eine mangelhafte Ausstattung ihrer Schulen mit Lehrkräften. An den weiterführenden Schulen gibt jeder zweite Lehrer an, dass Kollegen fehlen. Besonders groß sei der Mangel an naturwissenschaftlichen Fachlehrern. Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, sieht in der Bekämpfung des Unterrichtsausfalls und des fachspezifischen Lehrer-Mangels eine der größten bildungspolitischen Herausforderungen: „Über eine Million Unterrichtsstunden werden jede Woche nach unseren Berechnungen nicht lehrplangemäß gehalten oder fallen aus. Gerade in den Naturwissenschaften fehlen nach wie vor Tausende von Lehrkräften. Wir brauchen endlich an unseren Schulen eine echte Unterrichtsreserve, die diesen Namen verdient!“Die Vorstellung der Umfrage verband die Vodafone Stiftung mit sechs „Thesen zur Schule der Zukunft“. Unter anderem müsse die Lehrerausbildung verbessert werden. Die Stiftung fordert nun, die Lehramtsausbildung aufzuwerten und praxisnäher zu gestalten. &nbsp;So müsste eine flächendeckende Kooperation zwischen Schulen und Hochschulen zum Standard werden. Damit schließt sich die Vodafone Stiftung den Forderungen der Kultusministerkonferenz und der Wissenschaftsministerkonferenz an, die in den vergangenen Wochen ebenfalls Reformen der Lehrerausbildungen der Bundesländer hin zu mehr Praxisbezug gefordert hatten.]]></content:encoded></item><item>
<title>Schülerwettbewerb zum Verbraucherschutz im Internet geht in zweite Runde</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/schuelerwettbewerb-zum-verbraucherschutz-im-internet-geht-in-zweite-runde.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/schuelerwettbewerb-zum-verbraucherschutz-im-internet-geht-in-zweite-runde.html</guid><description>Zum zweiten Mal startet der Schülerwettbewerb zum Verbraucherschutz im Internet, an dem alle...</description><category>Netzpolitik</category>
<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/4f17750ad4.jpg" hspace="5" align="left" > Zum zweiten Mal startet der Schülerwettbewerb zum Verbraucherschutz im Internet, an dem alle Baden-Württembergischen Schulen teilnehmen können. Die Schüler sind aufgerufen, sich mit ihren Projekten und Veranstaltungen zu den Themen Jugendmedienschutz und Datenschutz im Internet bis zum 15.10.2012 zu bewerben. Gefragt sind Beiträge zu Themen rund um die sichere Nutzung der Sozialen Netzwerke wie Facebook, Kostenfallen im Internet, Musikdownloads und die Nutzung von Smartphones.„Wir möchten Schulklassen und Lehrkräften Anreize geben, sich kritisch mit den Chancen und Risiken des Internets zu beschäftigen“, erläuterte Bonde den Verbraucherschutzpreis 2012. Beteiligen könnten sich alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse fünf, die im Unterricht oder in Schulprojekten Aspekte des digitalen Verbraucherschutzes bearbeiten. Ausgelobt werde der Verbraucherschutzpreis gemeinsam vom Verbraucherministerium, der Verbraucherkommission Baden-Württemberg und dem Kultusministerium.Im vergangenen Jahr hatte die Theodor-Schüz-Realschule Herrenberg den Wettbewerb gewonnen und ein Preisgeld von 1.500 Euro erhalten. An der Schule hatte sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 unter Anleitung ihrer Klassenlehrerin im Unterrichtsprojekt „Ich bin sicher im Internet - du auch, Mama?“ mit der Sicherheit in Sozialen Netzwerken auseinandergesetzt. Die Haushaltswissenschaftlerin Frau Professor Barbara Methfessel, Mitglied der Verbraucherkommission Baden-Württemberg ergänzte: „Verbraucherbildung ist mehr als ökonomische Bildung. Die Bewertung von Produkten und Dienstleistungen aus Käufersicht unterscheidet sich deutlich von der rein ökonomischen Betrachtung aus Anbietersicht, die die Gewinnerzielung im Fokus hat. Innerhalb von Schule und Unterricht müssen Kinder und Jugendliche die Gelegenheit haben, notwendiges Alltagswissen zu erwerben und sich auf ihre Rolle als kompetente Verbraucherinnen und Verbraucher vorzubereiten. Die eingereichten Projekte haben dokumentiert, dass es außerdem Spaß macht, sich mit den Themen praxisnah auseinander zu setzen.“]]></content:encoded></item><item>
<title>Neue EU-Studie: Kinder veröffentlichen ihre Adressdaten im Internet - Update</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/neue-eu-studie-kinder-veroeffentlichen-ihre-adressdaten-im-internet.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/neue-eu-studie-kinder-veroeffentlichen-ihre-adressdaten-im-internet.html</guid><description>Jedes dritte europäische Kind geht leichtfertig mit seinen persönlichen Daten um und veröffentlicht...</description><category>Jugendmedienschutz</category>
<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/f6980a3aa9.jpg" hspace="5" align="left" > Jedes dritte europäische Kind geht leichtfertig mit seinen persönlichen Daten um und veröffentlicht den Namen der eigenen Schule im Internet, jedes achte Kind die private Adresse oder Telefonnummer. In Deutschland sind es mit 14 Prozent sogar noch etwas mehr 9- bis 12-jährige Kinder als im europäischen Durchschnitt, die so lax mit ihren persönlichen Daten umgehen. Für die am 23.04.2012 veröffentlichte Untersuchung der London School of Economics, im Auftrag der EU, wurden 25.142 Kinder aus 25 Staaten im Alter von 9 bis 16 Jahren zu ihrem Online-Verhalten befragt. Deutschland unterscheidet sich von den meisten europäischen Ländern zum Zeitpunkt der Erhebung durch eine starke Nutzung des Sozialen Netzwerks SchülerVZ, in 17 Ländern dominiert der Marktführer Facebook. Zehn Prozent der 13- bis 16-Jährigen nutzen hierzulande Facebook, während SchülerVZ von 46 Prozent genutzt wird. Im Nachbarland Österreich sieht es ganz anders aus, hier liegt Facebook mit 63 Prozent weit vorne. In Österreich sind auch die unter 12-jährigen Kinder stark bei Facebook vertreten, trotzdem dies den Nutzungsbedingungen widerspricht. Um sich als Kind ein Facebook-Profil zuzulegen, muss das Alter bei der Registrierung wahrheitswidrig auf mindestens 13 Jahre gesetzt werden. Ein Drittel der befragten Eltern in Europa sagen, dass sie ihren Kindern nicht erlauben, ein Profil in einem Sozialen Netzwerk einzurichten. Ein Fünftel gibt an, dass sie ihren Kindern den Zugang nur unter Aufsicht ermöglichen. In jeder zweiten Familie gibt es keinerlei Restriktionen. In Deutschland liegt der Anteil der Eltern, die keine Einschränkungen machen mit 36 Prozent am niedrigsten. Die Studie hat auch untersucht, welche Art von Schutzmechanismen Eltern verwenden, um ihre Kinder vor Pornografie, belästigenden E-Mails und übermäßigem Online-Konsum zu schützen. Drei Viertel der europäischen Eltern setzen demnach Spamfilter ein, 39 Prozent blockieren entwicklungsbeeinträchtigende Websites durch Internetfilter. Dieser europäische Wert liegt deutlich über dem jüngst durch das Bredow-Institut für Medienforschung ermittelte Wert. Demnach sorgen sich nur wenige deutsche Eltern um den Jugendschutz im Internet, nur 21 bis 27 Prozent der Eltern in Deutschland haben demnach eine Jugendschutzsoftware auf ihren heimischen Computern installiert, um ihre Kinder vor Pornografie, Gewaltdarstellungen und extremistischen Inhalten zu schützen.]]></content:encoded></item><item>
<title>Baden-Württemberg wird zum Kindermedienland</title>
<link>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/baden-wuerttemberg-wird-zum-kindermedienland.html</link>
<guid>http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/baden-wuerttemberg-wird-zum-kindermedienland.html</guid><description>Als die Initiatoren des neuen Medienkompetenzprojekts in Baden-Württemberg sich zum Ziel setzten,...</description><category>Jugendmedienschutz</category>
<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.digital-lernen.de/typo3temp/pics/6ac1a59690.jpg" hspace="5" align="left" > Als die Initiatoren des neuen Medienkompetenzprojekts in Baden-Württemberg sich zum Ziel setzten, 101 Schulen erreichen zu wollen, hielten sie dies für ambitioniert. Doch das Interesse war so groß, dass sich 180 Schulen „auf den ersten Schlag angemeldet“ haben, sagt Saskia Nakari, Koordinatorin des Projekts am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Gemeinsam mit einem Dutzend weiterer Projekte, die alle in der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ zusammengefasst sind, sollen Schüler, Pädagogen und Eltern im Umgang mit digitalen Medien und dem Internet nachhaltig sensibilisiert und gestärkt werden.Die im Auftrag des Staatsministeriums Baden-Württemberg ins Leben gerufene Initiative, ist eine Mischung aus Schüleraufklärung, medienpädagogischer Bildung für Lehrerinnen und Lehrer sowie Aktivierung der Eltern hin zu mehr Interesse an der Mediennutzung ihrer Kinder. Um diesem Anspruch gerecht zu werden und um das straffe Veranstaltungsprogramm logistisch und finanziell stemmen zu können, haben sich die Initiatoren kompetente Partner aus der Region sowie Institutionen mit thematischer Expertise an ihre Seite geholt. So werden beispielweise die Stadt- und Kreismedienzentren eingebunden, um medienpädagogische Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer, Diskussionsforen etc. durchführen zu können. Für das „Bildungsprojekt Medienkompetenz“ - ein Programm, mit dem Lehrerinnen und Lehrern medienpädagogische Zusatzqualifikationen vermittelt werden sollen - konnte der Südwestrundfunk als Kooperationspartner gewonnen werden.Die Initiative setzt nicht nur auf kurzfristige bzw. vereinzelte Bildungsangebote. Über ein Mentoren-Programm werden Schüler und Pädagogen Kompetenzen vermittelt, die diese dann in den Schulen oder auch in der pädagogischen Eltern- und Familienarbeit einsetzen können. Über ein „Eltern-Mentoren-Programm“ werden zudem direkt die Fähigkeiten der Eltern in der familiären Medienerziehung gefördert. Mit dem Projekt „101 Schulen“ wollen die Initiatoren vor allem zwei Ziele erreichen: Schüler sollen dahin gebracht werden, „sich eigenverantwortlich im Internet zu bewegen“ und sich kritisch „mit den Angeboten, die es im Internet gibt“, auseinander zu setzen, meint Nakari. Themen wie Datenschutz bei&nbsp; sozialen Netzwerken und Cybermobbing stehen daher ganz oben auf der Agenda der zahlreichen Veranstaltungen. Gleichzeitig gehe es aber auch darum, Impulse zu setzen, um die „Schulen mit ins Boot holen, weil es gerade bei der Lehrerausbildung häufig mangelt“, fügt Nakari hinzu. &nbsp;&nbsp;Das „Kindermedienland Baden-Württemberg“ leistet wichtige Pionierarbeit, denn ein ganzheitlicher Medienbildungsansatz wie dieser ist heute wichtiger denn je. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung des Internets und der digitalen Medien in der kindlichen/ jugendlichen Entwicklung sowie der schulischen Bildung. &nbsp;Die Initiative trägt der Tatsache Rechnung, dass Medienkompetenzvermittlung und Jugendmedienschutz keine Aufgaben sind, die entweder der privaten oder der schulischen Sphäre zufallen, sondern am besten im Zusammenspiel zwischen medienkompetenten Schülern, Eltern&nbsp; und Pädagogen funktionieren. Gemäß dem Motto „Früh übt sich“ soll der verantwortliche Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet so früh als nur möglich vermittelt werden. Daher wird im Landesmedienzentrum Baden-Württemberg auch darüber nachgedacht, ob und wie die Erfahrungen aus dem Projekt „101 Schulen“ auf den Bereich der frühkindlichen Entwicklung in den Kindergärten umgesetzt werden können. &nbsp;]]></content:encoded></item></channel></rss>
